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Trotz Erfolg: Usters Handballer gehen fremd

Das kommt überraschend: Die Erstliga-Handballer des TV Uster gehen mit einem neuem Partnerklub in die neue Meisterschaft.

Inskünftig mit- statt gegeneinander: Uster, hier mit Manuel Müller am Ball, und Stäfa (Leander Zeller und Lars Meier) spannen zusammen.

Archivfoto: Robert Pfiffner

Trotz Erfolg: Usters Handballer gehen fremd

Uster in neuer Spielgemeinschaft

Stäfa statt GC Amicitia: Der TV Uster hat in der anstehenden Saison in der 1. Liga einen neuen Partner.

In drei Wochen starten die Ustermer Erstliga-Handballer mit einem Auswärtsspiel gegen Rheintal in die Meisterschaft. Es ist die dritte Saison in Serie, die sie in einer Spielgemeinschaft bestreiten.

Auffällig dabei: Nach zwei Jahren mit GC Amicitia wurde der Partnerklub gewechselt. Neu an der Seite des TV Uster ist Stäfa.

Die Änderung kommt auf den ersten Blick überraschend. Die Symbiose Uster/GC Amicitia funktionierte sportlich von Beginn weg gut. In der ersten Saison gelang die Qualifikation für die Finalrunde mit den besten acht Erstliga-Teams. Und die letzte Hauptrunde wurde in einem neuen Modus im guten vierten Rang mit insgesamt zwölf Mannschaften abgeschlossen.

Weshalb also die Trennung? «Wir hatten zu viele Spieler aus den beiden Vereinen für eine Mannschaft», sagt TVU-Sportchef Rolf Schärer. Gerade bei GC Amicitia rückt nun ein starker Jahrgang nach.

Der Stadtklub aus Zürich wird deshalb mit einer eigenen Mannschaft in der 1. Liga spielen.

Stäfa kämpfte gegen Abstieg

Die Lösung mit Stäfa hatte sich schon früh abgezeichnet. Die ersten Gespräche wurden bereits zum Ende des letzten Jahrs geführt. «Es ist also kein Entscheid aus dem Bauch heraus», bekräftigt Schärer.

Die Stäfner hatten bis anhin mit ihrem U19-Team in derselben Erstliga-Gruppe gegen Uster gespielt. Dort mussten sie allerdings öfters untendurch. Erst in den Abstiegs-Entscheidungsspielen gegen Chênois Genève konnte der Ligaerhalt sichergestellt werden.

Der Trainer ist «ein Idealfall»

Sorgen, weniger konkurrenzfähig zu sein, macht sich Schärer deshalb aber nicht. Und an den Zielen des jungen Teams ändert sich ohnehin nichts. «Wir wollen nach hinten in der Tabelle stets genug Abstand haben. Und gleichzeitig individuelle Fortschritte erzielen», sagt er.

Cheftrainer ist weiterhin Romeo Garcia. Sportchef Schärer spricht in diesem Zusammenhang von «einem Idealfall». Garcia war schon bei Stäfa tätig. Und: Auch zu Lukas Maag, dem Trainer des Stäfner NLB-Teams, bestand schon eine Verbindung.

Klar ist zudem: Die Zusammenarbeit soll wieder mindestens zwei Jahre andauern. Die neuen Trikots mit beiden Vereinslogos darauf sind bereit. Schärer ist jedenfalls zuversichtlich, dass die neue Spielgemeinschaft ebenso gut harmonieren wird. «Es gibt überhaupt keine negativen Gefühle gegenüber GC Amicitia», betont er.

Der koordinative Alltag dürfte aber mit einem etwas kleineren Verein wie Stäfa einfacher werden. Zwei der drei Trainings vom neuen Uster/Stäfa finden weiterhin im Buchholz statt, eines in der Gemeinde am Zürichsee. Ähnlich verhält es sich bei den Heimspielen, die mit nur zwei Ausnahmen in Uster stattfinden.

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