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Politik

Stadtrat will die Platzprobleme mit einem Schlag lösen

Feuerwehr und Ambulanz sollen künftig schneller am Einsatzort sein.

Der Illnau-Effretiker Stadtrat Erik Schmausser (GLP) erklärt die Pläne des geplanten Feuerwehr- und Werkgebäudes.

Foto: Till Burgherr

Stadtrat will die Platzprobleme mit einem Schlag lösen

Feuerwehr- und Werkgebäude in Illnau-Effretikon

Dank dem Neubau werden Feuerwehr und Sanität schneller ausrücken können. Dadurch sollen wertvolle Minuten gespart werden, die über Leben und Tod entscheiden könnten.

Stau bei der Hauptsammelstelle, ein viel zu enges Gebäude für die Feuerwehr mitten im Wohnquartier und zu wenige Parkplätze für die einrückenden Feuerwehrleute: Die Probleme in Illnau-Effretikon sind gross. Jetzt möchte der Stadtrat diese mit dem Bau eines neuen Feuerwehr- und Werkgebäudes lösen.

«Derzeit muss die Feuerwehr durch eine enge Strasse mit einer Geschwindigkeitsbegrenzung von 30 km/h ein- und ausrücken», betont Marco Nuzzi (FDP). Der Stadtpräsident hält die Situation für unzureichend und findet klare Worte: «Wir können die Situation für Feuerwehr und Werkhof nicht länger hinauszögern, wir brauchen dringend eine Verbesserung.»

Mann mit Anzug steht vor Screen mit Karte.
Stadtpräsident Marco Nuzzi (FDP) erklärt die Problematik der engen Platzverhältnisse beim Areal Grendelbach.

Eine neue Mehrzweckanlage im Eselriet soll grosszügig Platz bieten und die bestehenden Probleme signifikant verbessern. «Wir können Synergien nutzen, der Bevölkerung eine grössere Hauptsammelstelle bieten und kürzere Einsatzzeiten ermöglichen. Durch die neue Strasse, die für die Erschliessung des neuen Gebäudes gebaut wird, haben wir als Zusatznutzen für die Bevölkerung auch eine bessere Zugänglichkeit zum Sportzentrum», meint Nuzzi.

Die grosse Hürde ist der sehr hohe Gesamtkredit für das Generationenprojekt. Das Parlament und die Bevölkerung müssen dem 39-Millionen-Bau noch zustimmen. Der Stadtpräsident ist vom Kosten-Nutzen-Verhältnis überzeugt: «Es ist uns bewusst, dass es eine sehr hohe Investitionssumme ist.» Hinzu komme eine Bauteuerung von rund 10 Prozent, welche das Projekt verteuere. Unter dem Strich müssten für den Bau aber effektiv noch 21,7 Millionen Franken ausgegeben werden, weil das Land schon erworben worden sei.

Gute Lösung

Ausserdem rechnet die Stadt mit Einnahmen von 13,2 Millionen Franken für den Verkauf der Parzelle, auf der heute der in die Jahre gekommene Werkhof und das Feuerwehrgebäude stehen. «Der neue Standort im Eselriet ist eine gute Lösung für die Bevölkerung. Wir können den bisherigen Standort Grendelbach in eine attraktive Wohnzone umnutzen und gleichzeitig aus dem Landverkauf einen Teil der anstehenden Investitionen finanzieren», betont Stadtrat Michael Käppeli (FDP).

Der für das Ressort Sicherheit zuständige Stadtrat ist überzeugt, dass der Neubau eine Investition darstellt. «Dadurch, dass das Feuerwehrgebäude nun im Zentrum aller Ortsteile und unmittelbar an der Kantonsstrasse liegt, wird im Ernstfall der Vorortseinsatz von Rettungsdienst und Feuerwehr enorm beschleunigt.»

Käppeli findet es einen riesigen Vorteil, dass sich in dem geplanten Gebäude ein Rettungsdienst einmieten wird. «Der Rettungsdienst wird sich künftig im Zentrum unserer Gemeinde zwischen Illnau und Effretikon befinden. Im Fall eines Herzinfarkts ist die Geschwindigkeit, bis die Notärztin beim Patienten ist, entscheidend. Derzeit ist der Rettungsdienst noch ausserhalb der Gemeinde stationiert.»

Verantwortung übernehmen

Stadtrat Erik Schmausser (GLP), Ressort Tiefbau, erklärt, dass durch eine Photovoltaikanlage auf dem Dach der Strombedarf von 100 Haushalten gedeckt werden könnte.

Es handle sich um eine einmalige Chance, die genutzt werden müsse: «Das gut durchdachte neue Feuerwehr- und Werkhofgebäude ist ein nachhaltiger Bau, sowohl in ökonomischer als auch in ökologischer und sozialer Hinsicht.» Der jetzige Werkhof sei in den 1980er Jahren gebaut worden. Diesen habe man 40 Jahre nutzen können. «Es liegt an unserer Generation, jetzt wieder eine weitsichtige Investition für die nächsten Jahrzehnte zu tätigen. Davon können dann wieder nachfolgende Generationen profitieren.» Wenn jetzt nicht gebaut werde, würde viel Zeit verstreichen, bis eine Lösung gefunden sei.

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