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Wie Leuppi abräumte und die Oberländer jubelten

Zum zweiten Mal nach 2017 gewinnt der Winterthurer Hüne und Mitfavorit das Zürcher Kantonalschwingfest in Fehraltorf. Die Oberländer erfüllten ihre Erwartungen mit vier Kränzen.

4800 Zuschauer sahen in Fehraltorf bei idealem Festwetter ein Kantonales Schwingfest, das in Abwesenheit des Top-Favoriten Samuel Giger einige faustdicke Überraschungen bot. Es kommt selten vor, dass ein Nichtkranzer bis in die Endausmarchung vorstösst. Dieses Husarenstück gelang dem nicht einmal 21-jährigen Kollbrunner Christian Lanter. Ihn hatte niemand auf dem Radar.

Mit einer starken Leistung am Vormittag mit drei Maximalnoten legte der Landmaschinenmechaniker vor. Nach einer Niederlage gegen den Thurgauer Eidgenossen Tobias Krähenbühl bezwang er um die Schlussgang-Teilnahme den Toggenburger Teilverbandskranzer Beat Wickli. Sein Gegner war mit Klubkollege Samir Leuppi wenig überraschend jener, der im Vorfeld des Festes von einer Boulevardzeitung zum «Obelix» im Sägemehl gestempelt wurde.

Die Mitfavoriten patzten – oder gaben auf

Der Rufname passt zum sympathischen Athleten mit 194 cm Grösse und 141 Kilogramm Gewicht. Er dürfte das Etikett so schnell nicht loswerden. Seine Stärke demonstrierte er den ganzen Tag über. Nach drei Siegen am Vormittag setzte er sich nach vier Gängen mit einem Punkt Vorsprung an die Spitze. Auch weil Mitfavorit Domenic Schneider patzte. Gegen das Schaffhauser Jungtalent Jeremy Vollenweider kam der Thurgauer Eidgenosse nicht über ein Unentschieden hinaus. Und der Schwingerkönig von 2001, Arnold Forrer, musste den Wettkampf nach drei Gängen aufgeben.

Leuppi wurde seiner Favoritenrolle gerecht, und machte den Sieg nach 1:16 Minuten am Boden gegen den um 9 cm kleineren und 48 kg leichteren Landmaschinenmechaniker Lanter perfekt. Nach dem Platzinterview posierte Leuppi mit dem ebenso kräftigen Siegerstier Nöggi: Der zweieinhalbjährige Prachtmuni wiegt mit 850 Kilogramm noch sechsmal mehr als der am 26-jährige Modellathlet. Leuppi realisierte seinen zweiten Kranzfestsieg. Immerhin mit einem Rind durfte sich im dritten Rang Überraschungsmann Lanter freuen.

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Ihr Michael Kaspar, Chefredaktor

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