Es muss sich anfühlen wie eine Ewigkeit. Am 1. März 2020 startete Randy Krummenacher letztmals zu einem Supersport-Rennen – und stürzte in der ersten Runde.
Letztmals eine Zielflagge sah er am 26. Oktober 2019, als er sich im letzten Saisonrennen in Katar den Weltmeistertitel sicherte. Die Erinnerungen daran, sie sind schön, doch sie verblassen langsam nach über anderthalb Jahren, in denen sehr viel geschehen ist.
Am Wochenende nun startet der Grütner in die neue Saison. Und es verwundert nicht, dass er sagt: «Es fühlt sich komisch an.»
Er, der mit seinen 31 Jahren zu den Routiniers im Geschäft gehört, in 37 Supersport-Rennen sechs Siege und acht weitere Podestplätze holte, fühlt sich wie ein Rookie, wie ein junger, wenig erfahrener Pilot.
Und das liegt nicht nur an der Pandemie. Denn im Vergleich mit der Konkurrenz fehlt Krummenacher eine halbe Saison, die er opferte, als er sich letzten Sommer von MV Agusta trennte. Gelandet ist er unterdessen beim EAB-Team und verfügt dort über sehr konkurrenzfähiges Material.

