Eigentlich hätten sie in Hinwil gewusst, was zu tun gewesen wäre. Keine Fehler machen. Profitieren, wenn andere patzen. Auf diese Weise öfter punkten als die Konkurrenz im Mittelfeld. Sich so in der WM verbessern – und mehr Preisgeld einstreichen.
Und was haben sie getan? Selten gepunktet, oft gepatzt, sich nicht verbessert. Wieder nur WM-Achter – das sieht auf den ersten Blick nach Stillstand aus und ist auf den zweiten ein klarer Rückschritt: 99 Punkte beträgt der Rückstand auf Alphatauri und Rang sieben – 2019 waren es lediglich 16 Zähler gewesen.
Vor ein paar Jahren, als es für Sauber nur ums Überleben ging, hätte man in Hinwil über so ein Resultat noch jubeln können. Nun aber gibt der 8. WM-Rang zu keinerlei Feierlichkeiten Anlass – sondern ist fast schon peinlich.
Denn die Sauber Motorsport AG betreibt spätestens seit der Übernahme durch die aktuellen Besitzer kein kleines Team mehr, das zwingend ein Underdog sein muss. Sondern eines, das im Konzert der Grossen eine Stimme spielen möchte, die man zumindest hört.

