Es war das erste Autorennen überhaupt in Europa, das seit Ausbruch der Corona-Pandemie stattfand. Und es endete mit einem Oberländer Triumph: Das Wetziker Team Autorama gewann am 24-Stunden-Rennen von Portimao in der Klasse TCR.
Für Langstreckenverhältnisse fiel der Sieg knapp aus: Lediglich eine halbe Runde Vorsprung wies der Wetziker VW Golf GTI TCR mit dem Fahrerquartett Antti Buri (FIN), Kari-Pekka Laaksonen (FIN), Roberto Ferri (ITA), dem Basler Miklas Born und dem Luzerner Yannick Mettler am Ende auf seinen nächsten Verfolger auf. Das zweite Autorama-Fahrzeug schied mit Getriebeproblemen aus.
Das Material war gefordert
«Es war ein Rennen auf enorm hohem Niveau», sagt Autorama-Geschäftsführer Pascal Hürlimann. Zwar war das Starterfeld viel kleiner als üblich – das machte das Rennen aber härter, weil es so auch weniger Unterbrüche gab und das Material entsprechend stärker gefordert wurde. Auch das letztlich siegreiche Auto blieb nicht von Ungemach verschont. Ein Antriebswellenwechsel warf das Team allerdings nicht entscheidend zurück.
Die Wetziker, die in dieser Saison ihren Weltmeistertitel verteidigen wollen, setzten sich zwar nicht gegen grosse, aber gegen starke Konkurrenz durch – im zweitplatzierten belgischen Auto sassen Profipiloten, die GP2-Einsätze und Le-Mans-Starts hinter sich haben. Das Autorama-Team hingegen beschäftigt keine Profis – und das ist in der aktuellen Situation ein Vorteil. «Bei uns bezahlen die Fahrer ihren Startplatz», sagt Hürlimann.

