Ein Zucken – und die gute Ausgangslage am Start war dahin. Ein Rutscher – und das Rennen war zu Ende. Das alles passierte Randy Krummenacher innerhalb von wenigen Augenblicken beim Saisonstart auf Phillip Island.
«Ich habe mich extrem geärgert», sagt der 30-jährige Oberländer. Nach seinem Abflug ins Kiesbett in der ersten Runde musste er zuschauen, wie sich Andrea Locatelli den Sieg holte – ausgerechnet der Italiener, der Krummenachers Platz im Team Evan Bros übernommen hatte.
Kompletter, aber noch immer ambitioniert
Wegen Locatelli zuckte Krummenacher auch, als die Startampeln noch auf Rot waren – und bremste nochmals, um einen Frühstart zu vermeiden. Sein Versuch, in der ersten Kurve auf der Aussenseite zu überholen, endete im Kiesbett – «die Strecke war dreckiger als üblich», sagt Krummenacher.
Bitterer kann ein Saisonauftakt kaum sein – vor allem, wenn man als Weltmeister am Start steht. Ein kompletterer Mensch sei er geworden; «ich hatte diesen Titel so lange angestrebt», sagt Krummenacher.

