Motorsport

Kubica kehrt zu Alfa Romeo zurück – und der Teamname kriegt ein Anhängsel

Mit Robert Kubica kommt der einzige Sauber-Rennsieger nach Hinwil zurück. Der Pole wird Testfahrer - und bringt einen Titelsponsor mit.

Kubica kehrt zu Alfa Romeo zurück – und der Teamname kriegt ein Anhängsel

Das Hinwiler Formel-1-Team Alfa Romeo nutzte den Neujahrstag, um einen speziellen Rückkehrer zu begrüssen – und seinen Namen abzuändern. Robert Kubica wurde für die Saison 2020 als Reservefahrer verpflichtet. Der 35-jährige Pole stand in Hinwil bereits von 2006 bis 2009 für das damalige BMW-Sauber-Team unter Vertrag. Mit seinem Sieg in Kanada in der Saison 2008 sorgte er für den grössten Erfolg seiner Karriere und der Teamgeschichte.

«Dieses Team hat einen speziellen Platz in meinem Herzen, und es ist toll, dass einige Gesichter von damals noch immer hier sind», wird Kubica im Communiqué zitiert. «Ich freue mich darauf dem Team zu helfen den nächsten Schritt nach vorn zu machen.»

Bei Williams zahlte Orlen über elf Millionen Dollar

Mit Kubica stösst auch der polnische Mineralölkonzern PKN Orlen als Co-Titelsponsor nach Hinwil – das Team nennt sich 2020 offiziell Alfa Romeo Racing Orlen. Zuletzt stand Kubica bei Williams unter Vertrag. Dort war Orlen als wichtiger Sponsor, aber nicht als Titelsponsor präsent. Der Konzern soll dafür etwas über elf Millionen Dollar bezahlt haben.

Zum Vergleich: Laut dem Fachportal «racefans.net» kamen beim Hinwiler Team 30 Millionen Dollar von Titelsponsor Alfa Romeo. Das Budget der Saison 2019 betrug rund 155 Millionen Dollar. In einer Medienmitteilung von Alfa Romeo Racing ist von einem Mehrjahresvertrag mit Orlen die Rede – Näheres wurde nicht bekannt. 

Für Kubica ist der Wechsel nach Hinwil, wo er vor allem als Entwicklungsfahrer im neuen Simulator gebraucht werden dürfte, eine Rückkehr an jenen Ort, wo er einst in die Formel 1 einstieg. Der Pole galt als grosses Talent, bis ein Rallye-Unfall im Februar 2011, bei dem er sich schwere Handverletzungen zuzog, seine Karriere vermeintlich beendete. 

«Einer der brillantesten Fahrer seiner Generation.»
Alfa-Teamchef Frédéric Vasseur

Kubica kämpfte sich aber zurück. Nach einigen Einsätzen als Testfahrer gab er 2019 sein Comeback als Rennfahrer. Im völlig unterlegenen Williams konnte er seinem Teamkollegen George Russell zumeist nicht das Wasser reichen. Dennoch holte Kubica den einzigen WM-Punkt für Williams. Im GP von Deutschland profitierte er davon, dass ausgerechnet die beiden Alfa-Piloten Kimi Räikkönen und Antonio Giovinazzi wegen unerlaubter Kupplungseinstellungen nachträglich disqualifiziert wurden. 

Für Alfa-Romeo-Teamchef Frédéric Vasseur ist Kubica «einer der brillantesten Fahrer seiner Generation. Mit seinem Kampf zurück zeigte er, was Entschlossenheit bedeutet. Sein Feedback wird von unschätzbarem Wert sein, um uns weiter nach vorne zu bringen.»

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