Krummenacher nutzt erste Chance nicht
Randy Krummenacher konnte die erste Chance auf den Titelgewinn in der Supersport-WM nicht nutzen. Der 29-Jährige Oberländer belegte im argentinischen San Juan den siebten Rang. Sein Teamkollege und WM-Rivale Federico Caricasulo wurde Fünfter und verkürzte damit den Abstand auf WM-Leader Krummenacher auf acht Zähler.
Die Berührung in der zweitletzten Runde
In der zweitletzten der 19 Runden kam es zum direkten Zweikampf der beiden Rivalen. Und da zeigte Caricasulo einmal mehr, dass er bereit ist, an die Grenze zu gehen. Ungestüm preschte der Italiener vor und drückte den auf Rang 5 liegenden Krummenacher zur Seite. Dieser behielt das Gleichgewicht, kam aber von der Linie ab und verlor noch einen Rang.
Es war der Aufreger in einem Rennen, das von vielen Positionswechseln in der Verfolgergruppe geprägt war. An der Spitze zog der Franzose Jules Cluzel relativ einsam seine Runden; mit dem Sieg hielt er sich zumindest eine theoretische Chance auf den Titel offen.
Krummenacher und Caricasulo, von den Startplätzen 6 respektive 8 aus losgefahren, gehörtem einer fünfköpfigen Gruppe an, die um den dritten Rang kämpfe. Erst war Caricasulo im Vorteil, dann, nach einem Fehler des Italieners, war plötzlich Krummenacher Dritter – und fiel in der drittletzten Runde wegen eines Patzers selber wieder zurück.
Alle Trümpfe in der Hand
Zwar schrumpfte Krummenachers Vorsprung leicht, er hielt den Schaden aber in Grenzen. Im letzten Saisonrennen in zwei Wochen in Katar hat der 29-Jährige, der die WM seit dem ersten Rennen anführt, alle Trümpfe in der Hand. Ihm reicht ein 2. Platz in jedem Fall zum Titel. In erster Linie muss er Caricasulo in Schach halten, was ihm in Argentinien über weite Strecken des Rennens gut gelang. Er agierte aus einer Position der Stärke heraus, liess Vernunft walten und riskierte wenig.

