Er erreichte all seine Ziele – und war am Schluss doch nicht ganz zufrieden. Denn es fehlte wenig, und Julien Apothéloz wäre in der Nachwuchswertung der Tourenwagenserie ADAC TCR Germany nicht nur auf der zweitobersten Stufe des Podests gestanden.
8,5 Punkte betrug sein Rückstand auf die (deutlich erfahrenere) Deutsche Michelle Halder. «Das ist eine kleine Enttäuschung», sagt Apothéloz. «Aber wir können trotzdem stolz sein. Ich habe oft gezeigt, dass ich schnell sein kann.»
Acht Mal in 14 Läufen fuhr Apothéloz in die angepeilten Top Ten der Gesamtwertung, einmal gar als Dritter aufs Podest. Den 8. Meisterschaftsrang ergibt das unter 19 Klassierten. Dreimal feierte er dabei den Rennsieg in der Nachwuchswertung.
Nur die Konstanz fehlte
Nach einem verhaltenen Saisonstart kam der Gockhauser immer besser in Fahrt. «Im ersten Rennen verkrampfte ich mich, da wollte ich zuviel», sagt er. Danach habe er sich vorgenommen, zu lernen und sich keinen Druck mehr zu machen. «Mental gab mir das einen Aufschwung». Und auf der Strecke wusste er nach dem 4. Platz im Qualifying am zweiten Rennwochenende, dass er gut mithalten kann.

