Alles begann mit einem Inserat im «Zürcher Oberländer» – und mit einer Absage. Als sich Beat Zehnder 1987 auf eine ausgeschriebene Stelle als Sportwagen-Mechaniker bei Peter Sauber bewarb, war er weder interessiert am Rennsport noch erfahren darin. «Ich hatte keine Ahnung, was die Firma Sauber macht. Und ich konnte nicht nachvollziehen, weshalb Leute am Sonntagnachmittag am TV zuschauen, wie Autos im Kreis herumfahren», sagte der Illnauer vor einigen Jahren zum «ZO».
Entsprechend kurz war das erste Gespräch. Einen Monat später meldete er sich per Telefon doch noch einmal – und wurde tatsächlich eingestellt, weil Peter Sauber schlicht verzweifelt auf der Suche nach Personal war. «Der Rest ist, wie man sagt, Geschichte», sagt der ehemalige Patron heute.
Rennautos statt Weltmeere
Zehnder wollte sich ursprünglich eigentlich gar nicht um Rennautos kümmern, sondern um Schiffsdiesel. In die Welt hinaus zog es ihn nach der Lehre, auf die Weltmeere – bis sein Lehrbetrieb Sulzer Zehnders Pläne durchkreuzte und die Produktion einstellte. Also begab er sich doch zu Sauber, in diese für ihn unbekannte Welt – für «vielleicht ein, zwei Jahre», wie er glaubte.

