Pascal Picci ist Bankier. Als solcher mag er Diskretion – und diskret war bisher jeweils auch sein Auftreten. Der Westschweizer äusserte sich nur schriftlich via Medienmitteilung, als er vor zwei Jahren Verwaltungsratspräsident der Sauber Holding AG wurde. Und auch danach blieben die öffentlichen Auftritte des Mannes, der die schwedische Investorenfamilie Rausing vertritt, rar – wie man es von einem Bankier eben erwartet, und wie es auch der öffentlichkeitsscheuen Rausing-Familie entspricht.
Umso bemerkenswerter ist, was Picci vor rund einem Monat sagte: «Unsere Ambition ist, nächstes Jahr das viertbeste Team zu sein.» Er wisse, dass das hoch gegriffen sei, «aber wenn man keine Träume hat, hat man auch keinen Erfolg».
«Wenn man keine Träume hat, hat man auch keinen Erfolg.»
Sauber-Verwaltungsratspräsident Pascal Picci
Nimmt man die aktuelle WM-Klassierung zum Mass, ist Piccis Traum eine reine Utopie. Vor dem GP von Belgien vom Wochenende ist Sauber auf dem neunten und zweitletzten Rang. Damit ist man zwar einen Rang besser als im letzten Jahr – aber nicht mehr. Es ist auf den ersten Blick ein Schrittchen, kein Sprung.
Lob von der Konkurrenz

