Rüti und Brüttisellen im Duell der Tiefflieger
Für Not steht der FC Rüti – von 2015 bis zuletzt Oberländer Interregio-Vertreter. Er stand in dieser Zeit im Rufe einer Spektakelmannschaft inklusive vieler Tore, und klassierte sich bis 2019 immer in den Top 6. Der Niedergang zeichnete sich in der anschliessenden Abbruch-Saison (10. Platz) und endgültig in der verkürzten letzten Meisterschaft ab, als Rüti den Endspurt verpatzte – und absteigen musste.
Zurück in der 2. Liga wird der FCR seither von einer Verletzungswelle durchgeschüttelt. «Von den fehlenden elf Spielern sind acht Stammkräfte», sagt Shaip Krasniqi. Der Trainer muss sich deshalb Woche für Woche um die wenigen verbliebenen Säulen ein Team mit Reaktivierten und Junioren zusammenbauen. «Damit reicht es knapp für die 2. Liga. Doch in der Rückrunde sieht es anders aus», sagt er kämpferisch. Aktuell liegt der FC Rüti als Drittletzter auf einem Abstiegsrang.
Zu schnell zu viel gewollt
Ausweglos scheint die Lage beim FC Brüttisellen-Dietlikon. Er verkörpert also das Elend.
Mit drei Punkten steht das Team etwas abgeschlagen im Keller der Gruppe 2. Vor einer Woche unterlag lagen die Brüttiseller sogar Töss, nachdem es bei den Winterthurern nach einem Trainerwechsel zu einem Spielerexodus gekommen war. Walter Remy, Leiter Aktive im Verein, will da nichts beschönigen. «Hinten machen wir zu viele Fehler. Und vorne fehlt die Qualität.» Für ihn gibt es deshalb auch nach zehn Niederlagen in elf Partien keinen Grund für einen Trainerwechsel. «Da könnte selbst Mourinho nicht viel ändern», sagt Remy.
Victor Dionisio hatte als Nachfolger von Robert Merlo ein schwieriges Erbe angetreten. Nicht zuletzt, weil die Abgänge nicht adäquat ersetzt wurden. Ausserdem scheiterte Dionisos Plan, einen gepflegteren Fussball zu spielen, «Vielleicht wollte er zu schnell, zu viel ändern», meint Remy. Losgelöst davon geniesst der neue Trainer weiterhin vollstes Vertrauen. «Solange er die Kraft mitbringt, ist ein Wechsel kein Thema», sagt Remy.
