Ihr Einstieg als Cheftrainerin lässt sich sehen. Erst im fünften Pflichtspiel der Saison musste Ramona Armuzzi am Dienstagabend mit ihrem Zweitliga-Team als Verliererin vom Feld. Die Fehraltorferin coacht das erste Männerteam des FC Fislisbach. In ihrer Rolle dürfte sie auf dieser Stufe schweizweit eine Ausnahme sein. Sie sagt: «Ich bin überrumpelt worden.»
Tatsächlich wurde die 48-Jährige erst wenige Tage vor dem Start neue Cheftrainerin bei den Aargauern. Dies, nachdem Christian Jäggi, der bisherige Hauptverantwortliche, seinen Posten nach einer durchwachsenen Meisterschaftsvorbereitung räumen musste.
Für Armuzzi ist die Situation insofern speziell, da sie von Jäggi vor einem Jahr als Assistentin nach Fislisbach gelotst wurde. Gemeinsam waren sie einst im Nachwuchs der GC Frauen tätig. Dort, wo sich die ehemalige NLA-Fussballerin den Ruf einer akribischen Ausbilderin erarbeitete und sie zwei Meistertitel mit den U18-Juniorinnen feiern konnte.
Gegen 20 Jahre lang wirkt sie schon als Trainerin. Zuerst beim Vorgängerklub FC Schwerzenbach, dann ab der ersten Stunde bei den Grasshoppers. Selbst einmal ein Frauenteam auf höchster Stufe zu trainieren, hat sie nie gereizt. «Es war Zeit für ein neues Kapitel», sagte die Oberländerin nach ihrem Abgang im Sommer 2020. Und dieses wird seither in Fislisbach geschrieben.
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