Das Wiedersehen ist herzlich. Winterthurs Teambetreuer Peter Egg verlässt gerade die Schützenwiese, als sich sein Weg mit Uli Forte kreuzt. «Ich habe einen neuen Trainerjob. Du darfst es aber niemandem sagen. Es ist noch ein Geheimnis», ruft der Brüttiseller ihm zu und schmunzelt. Es ist nur ein lockerer Spruch. Forte ist kein Thema beim FC Winterthur, sondern hat einfach für einen Medientermin das Stadion als Treffpunkt gewählt.
Seit Februar letzten Jahrs ist er ohne Trainerjob. Sein zweites Engagement bei den Grasshoppers verläuft glücklos. Beim einst so stolzen Rekordmeister brodelt es. Einmal mehr. Forte bleiben nur wenige Spiele, um den Abstieg zu verhindern – das Unternehmen misslingt. Und auch die anschliessenden Leistungen und Resultate in der Challenge League bleiben zu durchzogen, sodass er nach zehn Monaten Amtszeit wieder gehen muss.
Corona und Vaterfreuden
Der 47-Jährige spricht – so blöde es auch klingt – von einem guten Zeitpunkt. Kurz nach seiner Entlassung kommt Corona ins Spiel – und Forte wird Ende März 2020 Vater. «Ich konnte von Anfang an jede Sekunde mit Matteo geniessen», sagt er. Druck aufgrund seiner Arbeitslosigkeit hat er nicht. Eben erst ist sein Vertrag bei GC ausgelaufen.
Forte wurde in den letzten Monaten mit dem kriselnden FC Basel in Verbindung gebracht und soll sogar eine Anfrage als Nationalcoach von Bosnien-Herzegowina bekommen haben. Er winkt ab. «Ich hatte auch viele Angebote aus dem Fernen Osten – aus Dubai und Saudiarabien. Doch dafür bin ich zu jung.»

