Es muss ein komisches Gefühl sein für einen Trainer, wenn über acht Monate vergehen, ehe man seine neue Mannschaft überhaupt erstmals in einem Ernstkampf coachen darf. Noch dazu, wenn es sich um eine Mannschaft handelt, die zuvor nicht eben vor Selbstvertrauen gestrotzt hat.
Luca Ferricchio ging es so mit den Dübendorfern. Eigentlich hätte er wohl am liebsten schon in der Rückrunde bewiesen, dass der FCD «an einen anderen Ort in der Tabelle gehört». 13. waren die Dübendorfer da nach der Vorrunde – und auch wenn sie nach Verlustpunkten einige Ränge besser klassiert gewesen wären, fällt die Bilanz des Interregio-Absteigers schwach aus.
«Manchmal tut frische Luft gut.»
Trainer Luca Ferricchio
«Ich übernahm eine verunsicherte Mannschaft», sagt Ferricchio denn auch. Der 37-Jährige, der bisher in Thalwil Innenverteidiger war und in Dübendorf erstmals ein Fanionteam trainiert, will die Negativspirale durchbrechen. «Manchmal tut frische Luft gut», sagt er. «Mit neuen Ideen» wolle er die Spieler «aus der Wohlfühlzone» holen.
Laut Präsident Markus Herzog ist das bisher gelungen. «Es herrscht eine andere Chemie und ein neuer Teamspirit», sagt er. Herzog findet, ein Platz im vorderen Tabellendrittel müsse möglich sein und möchte ein Team sehen, das «positiv auftritt und nach vorne spielt».

