Als Markus Herzog vor neun Jahren in der Regionalfussball-Beilage porträtiert wurde, posierte er im Anzug und mit Zigarre auf der Spielerbank und sagte: «Ich weiss, was die Leute denken, wenn sie mich sehen.» Unter dem Bild stand: «Das Alphatier vom Zelgli» – gegen diese Bezeichnung hatte Herzog damals nichts einzuwenden. «Der mit der Zigarre, in Schale, mit zurückgeliertem Haar – für viele wirkt das arrogant», sagte er.
Als er neun Jahre später auf diese Aussagen angesprochen wird, mag er sich nicht recht daran erinnern. «Habe ich das wirklich so gesagt?»
Rasch viel erreicht
Es hat sich einiges verändert seither. Als Herzog den Klub 2006 übernahm, traf er auf zwei Viertligateams, eine Handvoll Junioren, einen zerfallenen Vorstand – und auf Schulden.
Innert weniger Jahre mauserte sich der Verein zum finanziell gesunden und ambitionierten Zweitligisten, der gar mit dem Aufstieg in die Interregio liebäugeln durfte. Der Klub ritt auf der Erfolgswelle, und wenn Herzog nun an diese Zeit zurückdenkt, sagt er: «Wir haben viel erreicht, das gab ein gutes Gefühl.»

