Wetzikons Trainer Gabor Gerstenmaier macht aus seinem Herzen keine Mördergrube. «Ich bin gar nicht zufrieden mit der Vorbereitung.» Er ärgert sich über die vielen Absenzen in den letzten Wochen und fragte die Spieler schon rhetorisch: «Wie kann ich euch fit kriegen, wenn ihr nicht im Training seid?» Der ehemalige Profi weiss als Fitnessinstruktor, wovon er spricht.
Der FCW hatte als Aufsteiger eine bis zum Abbruch solide letzte Saison gezeigt – als Neunter lag er in der Gruppe 2 auf Kurs. Das Polster auf die Relegationsplätze war aber dünn.
Abgänge nach Gossau und Bäretswil
Und in der Zwischenzeit haben die Oberländer an Erfahrung verloren. Alessio Pedrotti ist bereits in der letzten Winterpause als Assistenztrainer an die Seite seines langjährigen Weggefährten Andreas Häsler zu Gossau gewechselt. Georg Arpagaus spielt inskünftig in der 2. Wetziker Mannschaft, Levi Sewer hat aufgehört, und Gökhan Ocaktan sowie Mauro Gantenbein zu Bäretswil gewechselt. Letzterer hat beim Viertligisten das Traineramt übernommen.
Ersetzt wurden diese Abgänge fast ausschliesslich mit Spielern aus den eigenen Junioren. «Wir haben wohl das unerfahrenste Team der Gruppe», glaubt Gerstenmaier. Der 52-Jährige erwartet deshalb eine ganz schwierige Meisterschaft.

