Es war ein holpriger Start für Trainer Bruno Schyrr beim FC Greifensee. Aus den ersten acht Partien resultierten im Frühling gerade mal sieben Punkte, sodass der Zweitligist zwischenzeitlich sogar noch in Abstiegsgefahr geriet. Am Ende reichte es trotzdem zum soliden sechsten Rang. Für einen Dorfklub sei dies nicht selbstverständlich, betont der 55-Jährige.
Schyrr streicht die wenigen Gegentore heraus (nur 11) und die Steigerung in der Offensive im Verlauf der Rückrunde. Tatsächlich gelangen dem FCG in Endspurt der Saison deutlich mehr Tore. Erzielt wurden sie allerdings vornehmlich gegen die inferioren Absteiger Schwamendingen und Oberwinterthur sowie in der abschliessenden Kehraus-Partie gegen Oerlikon/Polizei. Die Greifenseer fügten aber auch Phönix Seen die im Aufstiegskampf wohl entscheidende Niederlage bei.
«Wer soll denn da eigentlich absteigen?»
Bruno Schyrr, Trainer
Für Schyrr gilt es nun, die Klassierung zu bestätigen. Er erwartet eine noch ausgeglichenere Meisterschaft und fragt: «Wer soll denn da eigentlich absteigen? Am Ende kämpfen wohl wieder zwei Drittel der Mannschaften um den Klassenerhalt.» Der Coach erwähnt den Verlust von gleich vier Leistungsträgern. «Diese konnten wir nicht ganz kompensieren.»
Dafür dürfen die Greifenseer wieder auf die Rückkehrer Simon Schaich (zurück aus Bassersdorf) und Nino Fikic (Auslandaufenthalt) zählen. Wunder erwartet der Trainer von den beiden aufgrund des fehlenden Rhythmus und mangelnder Spielpraxis nach langen Auszeiten vorderhand nicht.

