Eine erfolgreichere Saison, als es für den FC Wetzikon zuletzt der Fall war, kann man im regionalen Amateurfussball kaum haben. Einerseits der Aufstieg mit deutlichem Vorsprung, andererseits der Triumph im FVRZ-Cup und die damit verbundene Qualifikation für die erste Hauptrunde des Schweizer Cups. Und das, obschon das Team nach dem Abstieg aus der 2. Liga doch einige Abgänge zu verzeichnen hatte, praktisch nur eigene Nachwuchsspieler nachzog und nominell an Substanz verloren hatte.
Für Routinier Lukas Huber aber stimmte die Mischung. «Wir haben einige Führungsspieler und viele Junge, die wirklich Gas geben. Das Zusammenspiel ist sensationell.» Zudem hat Gabor Gerstenmaier, der die Equipe nach dem Abstieg übernahm, diese «taktisch auf ein neues Level gebracht», wie Huber es formuliert. «Er spricht sehr viel mit uns, und es hat Hand und Fuss, was er sagt. Jeder weiss, was sein Job ist.»
«Das System aus der letzten Saison gab den Spielern Sicherheit.»
Gabor Gerstenmaier, Trainer
In der 2. Liga dürften die erfolgsverwöhnten Wetziker nun die eine oder andere Niederlage mehr kassieren, «die Jungs wissen das», sagt Gerstenmaier. Es käme ihm aber nicht in den Sinn, den Ligaerhalt zu ermauern – er will am konstruktiven Offensivfussball festhalten. «Kompaktheit, gute Organisation und Aggressivität» möchte er von seinem Team sehen – und viel Ballbesitz. «Das System aus der letzten Saison gab den Spielern Sicherheit. Die Automatismen greifen», sagt er.
Im Grossen und Ganzen blieb das Kader des Aufstiegsteams zusammen – hinzugekommen sind insbesondere junge Spieler. Was Gerstenmaier noch fehlt: ein verlässlicher Torjäger. Denn im Gegensatz zur Ligatabelle waren die Wetziker auf der Torschützenliste in der letzten Saison nicht wirklich weit vorne zu finden.

