Vincenzo Piccinni war gewissermassen der Mann des Spiels für den FC Wetzikon im Drittliga-Derby beim FC Pfäffikon. Der FCW-Captain stand nicht in der Startformation. Trainer Gabor Gerstenmaier wechselte den Routinier beim Stand von 2:2 für die letzten 20 Minuten ein. Und Piccinni fackelte nicht lange: Mit einem Doppelschlag in der 73. und 81. Minute entschied er die Partie zugunsten des Zweitliga-Absteigers. Dem FCP gelang tief in der Nachspielzeit nur noch das 3:4.
Gerstenmaier sprach von einem Chancenplus seines Teams und von einem verdienten Sieg. Er sagte aber auch: «Wir hatten in der ersten und in der zweiten Hälfte zu Beginn Mühe. Pfäffikon begann jeweils sehr engagiert und aggressiv – wie in einem Derby eben. Wir liessen uns zu stark davon aus der Ruhe bringen.»
«Pfäffikon begann sehr engagiert und aggressiv – wie in einem Derby eben. Wir liessen uns zu stark davon aus der Ruhe bringen.»
Wetzikon-Trainer Gabor Gerstenmaier
Der FCP – respektive dessen Stürmer Steven Fenner – nutzte diese Wetziker Unruhe zu Toren aus. Doch weder das 1:0 (14.) noch das 2:2 (66.) hatten lange Bestand. Daniel Vogt (28.) und Deia Sträuli (36.) drehten die Partie noch in der ersten Hälfte. Gerstenmaier bezeichnete die 20 Minuten vor der Pause als «etwas vom Besten, was wir bisher gezeigt haben, mit tollem Fussball und viel Power».
Mit fünf Siegen aus den ersten sechs Spielen hat der FCW trotz einem Umbruch im Kader einen auch für Gerstenmaier überraschend guten Saisonstart hingelegt. «Ich hätte sicher nicht erwartet, dass wir Leader sind. Und wir können uns sicher noch weiter steigern».

