«Nein, es hat sich nicht viel verändert.» Das meint Luigi De Donno nicht despektierlich. Fünf Jahre, nachdem er den Klub als Spieler verlassen hatte, kehrt der 36-Jährige nun als Trainer zurück. Die Generalversammlung war eine seiner ersten Verpflichtungen, «ich habe schon intensivere erlebt», sagt er, «die lief sehr reibungslos. Sicher, weil es hier einfach stimmt.»
Es «stimmt» mit Dübendorf – das gilt auch für De Donno selber. Hier will er den nächsten Schritt in seiner noch jungen Trainerkarriere tun – insofern kam der Anruf von FCD-Präsident Markus Herzog zum richtigen Zeitpunkt. «Es gibt nur wenige Vereine, die für mich in meiner Situation passen. Dübendorf ist einer davon.» Das dürfte auch mit dem Präsidenten zu tun haben. Herzog formuliert seine Ansprüche und Wünsche, er spricht Dinge an, die ihm nicht passen. Und De Donno sagt: «Es tut mir gut, auch einmal Gegenwehr zu spüren. Ich mag Menschen, die eine Meinung haben und mir sagen: Das könntest du verbessern, daran solltest du arbeiten.»
Das Jahr der Veränderungen
Das hatte ihm beim FC Unterstrass, seiner ersten Trainerstation, zuletzt gefehlt. «Es ging mir gut dort. Wir stiegen auf, hielten die Liga im ersten Jahr, und nun wurden wir Vierte. Alle hatten Freude, wir klopften uns auf die Schulter.» De Donno, der den Trainerjob beim Zürcher Quartierklub übernahm, weil er «schauen wollte, ob das etwas für mich ist», missfielen diese Umstände nicht. «Ich bin gerne in der Komfortzone», sagt er.
Das gilt auch für seine berufliche Laufbahn. 13 Jahre lang arbeitete er zuletzt für eine Firma, die für Sportvereine Sponsoren suchte – seit diesem Jahr nun arbeitet er in einem auf Fussballreisen spezialisierten Reisebüro. «Dieses Jahr ist vieles neu – das ist gut für mich. Ich hatte das Gefühl, dass ich eine neue Herausforderung brauche – sei es im Job oder im Fussball.»

