Man muss sich das noch einmal vor Augen führen. Am 16. Januar 2009 hatte Jürg Bircher von seinem Vorgänger Peter Bossert die EHC Kloten Sport AG juristisch übernommen. Der Club war finanziell und sportlich gut aufgestellt.
Doch der heute 56-jährige Bircher benötigte nur etwas mehr als drei Jahre, um die AG sprichwörtlich an die Wand zu fahren. 2012 wurden ein riesiges Loch und ein Schaden von 11 Millionen Franken festgestellt. Der Konkurs drohte, das Ende war nah.
Birchers Vorgänger Bossert hatte als Erster das Unheil früh kommen sehen. Bei der GV 2010 stellte er 24 Fragen zu den präsentierten Zahlen, es wurde ein korrigiertes Minus von 654’000 Franken ausgewiesen.
Die Anklageschrift zeigt exakt auf, wie der frühere Präsident getrickst, getäuscht und Geld zwischen der EHC Kloten Sport AG und seinen diversen Firmen verschoben hat.
Die Versammlung verkam zum dreistündigen Marathon, viele Fragen wurden teilweise arrogant abgeschmettert –auch vom Vertreter der Revisionsstelle (PWC). Ein Teilerfolg der Zweifler war: Bircher und anderen Vorstandsmitgliedern wurde die Decharge verweigert.

