Die Entwarnung kam am Montag: Sämtliche Corona-Tests der ersten Mannschaft des EHC Dübendorf fielen negativ aus – dem Cupspiel gegen die ZSC Lions von heute Dienstagabend stand damit nichts mehr im Weg.
«Es war wohl allen etwas mulmiger als vor dem ersten Test», sagt Beat Gmünder, Vizepräsident und Covid-Verantwortlicher der Glattaler. Er gibt Auskunft darüber, wie der MSL-Klub mit dem positiven Fall von vor zwei Wochen umging, der zur Spielverschiebung führte.
War der positive Fall vor zwei Wochen ein Schock?
Beat Gmünder: Im ersten Moment auf jeden Fall. Er kam aus heiterem Himmel. Der Spieler spürte keine Symptome. Der Fall zeigte uns: Es ist nicht kalkulierbar. Trotz aller Massnahmen.
Wie reagierte der Klub darauf?
Wir spürten eine grosse Verunsicherung – bei den Spielern, aber auch in ihrem Umfeld und bei ihren Arbeitgebern. Viele konnten nicht recht einordnen, was richtig ist und was falsch. Was man zuvor nur aus den Nachrichten kannte, war nun im eigenen Umfeld angekommen. Wir organisierten deshalb eine Information mit unserem Teamarzt für die erste Mannschaft und den Staff. Wir wollten erklären, was passiert ist, wie die Behörden vorgingen, warum ein zusätzlicher Spieler in Quarantäne musste, wie die Regeln sind – und worauf es unbedingt zu achten gilt, um einen weiteren Fall zu vermeiden.
Wie haben die Spieler das aufgenommen?
Ich habe die Mannschaft noch nie so ernst erlebt. Es war Betroffenheit da – und der absolute Wille, so etwas künftig zu vermeiden. Die Stimmung war konzentriert und aufmerksam, und in der Fragerunde merkte man, dass sich die Spieler extrem mit der Sache auseinandersetzten.

