Wieso entschied er sich für die ZSC Lions?
Nebst den Zürchern bemühten sich auch der EV Zug und Lausanne ernsthaft um den Nationalstürmer. Ein lukratives Angebot dürften ihm alle drei Clubs gemacht haben, die ZSC Lions hatten aber einen entscheidenden Vorteil: Hier lernte er das Hockey-A bc . «Für mich gab es immer nur einen Club in der Schweiz: den ZSC», sagt Andrighetto. «Zudem habe ich hier noch viele gute Kollegen. » Mit Reto Schäppi und Chris Baltisberger spielte er noch bei den GCK Lions zusammen, mit Verteidiger Christian Marti ist er gut befreundet. In diesem Jahr wurde er Götti von dessen jüngsten Sohn Dion, der gerade mal 17 Wochen alt ist.
Zudem liebe er die Stadt Zürich, «für mich die schönste der Welt». Als Hommage liess er sich vor vier Jahren das Grossmünster auf den linken Oberschenkel tätowieren. Mit 18 brach Andrighetto auf ins kanadische Junioreneishockey, danach spielte er in der AHL, NHL und zuletzt bei Omsk in Russland. Nun ist er nach neun Jahren im Ausland zurück. Im Sommer war er jeweils nur ein, zwei Monate in der Schweiz und hauste da bei seinen Eltern in Wermatswil. Jetzt sucht er sich eine Wohnung im Raum Zürich.
Was sind seine Stärken?
Weil er so früh auszog, kennen ihn die Schweizer Eishockeyfans nur vom Fernsehen. Andrighetto bestritt drei A-Weltmeisterschaften: 2016 in Moskau, 2018 in Kopenhagen und 2019 in Bratislava. Da skorte er in 22 Spielen 19 Punkte und zeigte, dass er fürs offensiv orientierte Eishockey in der Schweiz wie geschaffen ist: Mit seinem Speed kommen ihm die grösseren Felder entgegen, er mag kreative Freiräume und weiss sie zu nutzen. «Er ist ein Vollblut s türmer, der offensiv immer etwas bewegen will » , sagt ZSC-Sportchef Sven Leuenberger. «Und er kann nicht nur Tore schiessen, sondern ist auch ein guter Vorbereiter. Das macht ihn unberechenbar.»

