Eishockey

Wetzikon verpasst die erste Meister-Chance

Der EHC Wetzikon nutzt den ersten Matchpuck nicht und muss in Frauenfeld die erste Niederlage in der Erstliga-Finalserie hinnehmen. Züriost tickerte live.

Wetzikon verpasst die erste Meister-Chance

Der EHC Wetzikon hat die erste Chance verpasst, den Ostschweizer Meistertitel zu gewinnen. Der Oberländer Erstligist musste sich im dritten Finalspiel in Frauenfeld 2:3 geschlagen geben. Die Entscheidung fiel zu Beginn des Schlussdrittels, als die Wetziker in Unterzahl das 1:3 kassierten, nachdem sie sich zuvor lange mit 3 gegen 5 erfolgreich gewehrt hatten.

Zu mehr als dem Anschlusstor zwanzig Sekunden vor dem Ende reichte es dem nach dem dritten Gegentreffer wild anstürmenden EHCW nicht mehr. Auch weil er seine Undiszipliniertheiten in der emotionalen Begegnung, in der der ohne Linie pfeifende Schiedsrichter insgesamt 96 Strafminuten (!) verteilte, bis zum Schluss nicht unter Kontrolle kriegte.

«Wir müssen viel ruhiger bleiben», sagt EHCW-Assistenztrainer Christian Modes. «Wenn wir so weiter machen, kostet uns das den Final.»

Erstaunlich war, wie gut die Frauenfelder die schweren Turbulenzen der letzten Tage wegstecken konnten. Statt wie bisher von Kevin Schüepp wurde das Team am Dienstag von Andreas Küng betreut. Der Nachwuchschef sprang ein, nachdem sich der Klub am Sonntag von Schüepp getrennt hatte.

Der 38-Jährige hatte sich nach der 2:3-Niederlage in Wetzikon in einer Whatsapp-Nachricht den Frust von der Seele geschrieben. Er äusserte sich dabei wohl auch abschätzig über Teammitglieder – die Nachricht landete allerdings versehentlich im Gruppenchat der Mannschaft. Und dürfte das Team, das vom ersten Scheibeneinwurf äusserst aggressiv zu Werke ging, letztlich motiviert haben.

Weiterhin am Drücker

Am Donnerstag bietet sich dem EHC Wetzikon die nächste Möglichkeit, den Sack zuzumachen. Die Vorteile liegen noch immer bei ihm. Er führt in der Serie 2:1 und kann zu Hause antreten. Und an der Qualität der Mannschaft und dem Selbstverständnis, auf den Rückschlag vom Dienstag reagieren zu können, fehlt es mit Sicherheit nicht.

«Wir sind mindestens so gut wie Frauenfeld», weiss Captain Nicolas Marzan. Und letztlich ist auch gar niemand davon ausgegangen, dass eines der Teams im Final durchmarschieren würde. Dafür liegen sie leistungsmässig zu nahe beieinander.

Die Fäden also hält der EHCW weiterhin in der Hand. Um im nächsten Anlauf den benötigten dritten Sieg gegen den Qualifikationssieger einfahren zu können, muss er allerdings wieder an die Leistung des zweiten Finalspiels anknüpfen. «Wir müssen am Donnerstag wieder mehr Willen an den Tag legen», meinte EHCW-Assistenztrainer Christian Modes.

Der Liveticker zum Nachlesen:

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