Damit hatte Roger Keller nicht gerechnet. Der Wetziker Trainer schaute sich am Donnerstag das entscheidende Playoff-Viertelfinalspiel zwischen den Pikes und Burgdorf an – in der Annahme, er beobachte den nächsten Wetziker Gegner Pikes. Doch Burgdorf setzte sich durch – und Wetzikon trifft nun in der Halbfinalserie auf Bellinzona. «Diesen Gegner hatte ich nicht auf dem Radar», sagt Keller deshalb.
In den letzten Jahren trafen sich die Wege der Tessiner und der Wetziker im Playoff nie. Bellinzona gehörte zwar wie der EHCW jeweils zu den Titelaspiranten, scheiterte jedoch zuletzt zwei mal in Folge im Halbfinal an Arosa in der «Belle». Nun nehmen die Tessiner einen neuen Anlauf und stellen sich dem EHCW am Samstag in der Wetziker Eishalle erstmals in den Weg.
Vorne fix, hinten anfällig
Die beiden Halbfinalgegner sind durchaus vergleichbar. Beide verfügen über eine starke Offensive, sind dafür defensiv nicht immer über alle Zweifel erhaben. Das lässt sich an den bisherigen Duellen in dieser Saison schön illustrieren. 30 Tore fielen in den drei Partien – erst verlor der EHCW 2:3, dann siegte er 8:6 und liess in der Masterround einen 6:5-Erfolg nach Verlängerung folgen.
Es war die Art und Weise der beiden Siege, die das Auf und Ab der Wetziker in dieser Saison widerspiegeln: Mal lagen sie früh mit zwei Toren zurück, drehten den Match und führten mit drei Treffern, um sich doch fast wieder abfangen zu lassen. Und zuletzt Ende Januar machten die Wetziker in den letzten zehn Minuten einen 2:5-Rückstand noch wett.

