Spektakulärer geht es kaum. Im Auftaktspiel des Playoff-Achtelfinal traf der EHC Illnau-Effretikon gegen den KSC Küssnacht nach nur 33 Sekunden. Kurz darauf aber lag der Oberländer Zweitligist plötzlich 1:3 zurück. Und auch nach dem 5:5-Ausgleich der Gäste 14 Minuten vor Schluss war weiterhin jeder Spielausgang möglich. Dann aber schaltete der EIE zwei Gänge höher, schlug noch fünfmal zu und hat mit dem 10:5-Sieg in der Best-of-5-Serie vorgelegt.
Giorgio Giacomelli war hinterher verständlicherweise erleichtert. Der EIE-Trainer aber hob vor dem zweiten Spiel am Dienstag bereits den Mahnfinger. Der zweistellige Sieg sei kein Grund, den Gegner nicht ernst zu nehmen. «Ich erwarte im Gegenteil eine harte Gegenwehr.»
«Meine Spieler wirkten ängstlich»
Besser hätte dem EIE der Start in die Playoffs nicht gelingen können. Schon mit dem zweiten Abschluss ging das Giacomelli-Team in Führung. Danach aber entwickelte sich die Partie überhaupt nicht so, wie sich das die Oberländer vorgestellt hatten. Giacomelli kannte den Grund dafür. Sein Team sei nervös gewesen, sagte er.
«Es war wie in einem Hühnerhaufen. Meine Spieler wirkten ängstlich.» Das hatte Folgen. Den Küssnachtern gelangen noch in der Startphase drei Treffer. Und auch zur Spielhälfte war der EIE, der in der Qualifikation alle neun Heimspiele im Eselriet gewonnen hatte, noch immer mit 2:4 in Schieflage.

