Eine klare Angelegenheit für den EHCW
Der Aufwärtstrend des EHC Wetzikon hält weiter an. Mit dem 8:3 über den SC Rheintal konnte bereits der sechste Erfolg in Serie in Meisterschaft und Cup gefeiert werden.
Diese Siege wurden allesamt gegen Teams aus der unteren Erstliga-Tabellenhälfte erzielt. Für Trainer Roger Keller allerdings keine Selbstverständlichkeit.
«In der Vorrunde mussten wir gerade gegen diese Mannschaften einige Niederlagen einstecken», betonte er. So auch beispielsweise vor zwei Monaten gegen eben dieses Rheintal (1:2 nach Verlängerung).
Blitzstart ins Mitteldrittel
Am Mittwochabend konnten die St. Galler die Partie allerdings nur bis etwa zur Matchmitte offen gestalten. Der EHCW lag dank den Treffern von Lars Mathis (6.) und Gianni Brandi (15.) schnell in Führung, er verspielte diesen Vorsprung aber noch bis zum Ende des Startdrittels. «In dieser Phase haben wir geschlafen», kritisierte Keller.
Hellwach waren die Wetziker dafür sogleich im Mittelabschnitt. Robin Meier brauchte gerade mal 21 Sekunden bis zum 3:2. «Wir hatten uns vorgenommen wieder anders aufzutreten», sagte Keller.
Dies war augenscheinlich. Adrian Rykart im Powerplay (24.) und Brent Buchmüller (29.) waren für die weiteren Treffer des EHCW zuständig, dazwischen gelang den Gästen in der 26. Minute ein letztes Mal das Anschlusstor.
Per Doppelschlag zur Entscheidung
Alles klar war dann spätestens nach einem Doppelschlag in der 55. Minute. Innert 14 Sekunden waren die Oberländer zweimal erfolgreich. Besonders sehenswert war Luca Luchsingers Solo zum 6:3 – seinem ersten Saisontreffer überhaupt.
Für den Schlusspunkt sorgte schliesslich Thomas Hofer mit dem 8:3 (59.).
«Es war nicht einfach», bilanzierte Coach Keller ungeachtet des deutlichen Resultats. «Wir hatten das Spiel gut im Griff, brauchten aber zu lange für die Entscheidung», war für ihn klar.
Die nächste Reifeprüfung erwartet die Wetziker nun am Samstag mit den Zweitklassierten Pikes. Mit einem weiteren Erfolg könnte der EHCW nun sogar auf Platz 2 vorstossen. «Das ist schon unser Anspruch», gibt Roger Keller die Richtung deutlich vor. (zo)

