In St. Moritz setzte sich Zweitligist EHC Illnau-Effretikon erst nach Penaltyschiessen 4:3 durch. Die Partie auf der offenen Eisbahn war vom Regen geprägt. «Es gab einige komische Spielzüge und zahlreiche Überraschungen. Die Scheibenkontrolle war schwierig. Der Puck sprang oder klebte und nahm teils völlig überraschende Richtungswechsel», sagte Verteidiger Andrea Giacomelli, der Sohn von EIE-Headcoach Giorgio Giacomelli.
Illnau-Effretikon zeigte sich aggressiv und zielstrebig. «Wir sind konsequent in jene Zone gestochen, wo es auch weh tun kann», sagte Assistenz-Trainer Roman Diethelm. Lionel Kuhn markierte nach knapp sieben Minuten das 1:0 für die Gäste. Dank guten Paraden von Keeper Dennis Volkart führte der EIE zur ersten Pause, obschon er nach der Führung nachgelassen hatte.
Im zweiten Drittel schoss Florian Schwarz nach nur 52 Sekunden das 2:0, das St. Moritz in der 22. Minute mit dem Anschlusstreffer beantwortete. Aus unmöglichem spitzem Winkel traf Yves Förderreuther zum 3:1 (30.). Kurz vor Drittelsende glückte den Engadinern im zweiten Powerplay in Folge der Anschlusstreffer.
Volkart hext, Kuhn trifft
Weil Marco Vögeli verletzt ausschied, musste der EIE seine Linien fürs letzte Drittel umstellen und sah sich ständigen Angriffswellen der Gastgeber ausgesetzt. Erst vereitelte Volkart zwei kapitale Chancen, in der 45. Minute war der EIE-Keeper aber machtlos. Mit vereinten Kräften verteidigte Illnau-Effretikon das 3:3 bis zum Schluss und überstand auch die Verlängerung unbeschadet. In Shootout traf einzig Lionel Kuhn im vierten EIE-Versuch. (hmi)

