Dem EHC Illnau-Effretikon glückte der Zweitliga-Saisonauftakt resultatmässig. Beim 3:1-Heimsieg gegen Aufsteiger Lenzerheide-Valbella stimmte das Verhältnis zwischen Aufwand und Ertrag im Team von Giorgio Giacomelli aber nicht.
Der EIE war spielerisch klar überlegen, diktierte und hielt sein Tempo von A bis Z. Mangelhaft war einzig die Chancenauswertung. Die Oberländer erspielten sich derart viele Möglichkeiten, dass sie damit normalerweise locker zwei Spiele für sich entscheiden könnten. «Unser Abschluss liess heute noch zu wünschen übrig», sagte Giacomelli. Er stellte fest, dass «dem Gegner am Ende etwas die Luft ausging».
Die Kritik des Ex-Captains
Der zurückgetretene langjährige Captain Thomas Korsch (204 Skorerpunkte in 115 EIE-Spielen) scherzte, er werde montags mit seiner Sporttasche zum EIE-Training erscheinen. «Da muss noch einiges mehr kommen», fand Korsch. «So viele Chancen darf man sich gegen einen anderen Gegner wie etwa Dürnten keinesfalls entgehen lassen.»
Es dauerte volle 38 Minuten, bis im Effretiker Eselriet der erste Saisontreffer fiel. Torschütze war Lionel Kuhn, der das Zuspiel von Marco Vögeli und Nicola Gretler im Powerplay verwertete. Sehenswert dann das 2:0, knappe zwölf Minuten vor Schluss. Vögeli spielte links an die Bande auf Carlo Fäh, der sich trickreich durchsetzte und den in der Mitte mitlaufenden Kuhn bediente. Dieser düpierte sowohl seinen Gegenspieler und liess Keeper Sergio Collet nicht den Hauch einer Abwehrchance.

