Die letzten zwei Minuten genossen sie nur noch in der Ilfishalle in Langnau im Emmental. 7:4 führten die Dürnten Vikings seit Yves Rüeggs Shorthander in der 50. Minute des Zweitliga-Finalspiels gegen Freimettigen. Trainer Gunnar Hosner, der das Team zusammen mit Christian Thiemeyer führt, wusste: «Jetzt kann nicht mehr viel schiefgehen».
Seine Spieler standen auf den Spielerbänken. «Meister, Schwiizer Meister» schrien sie, zählten die letzten Sekunden herunter – dann flogen die Helme, die Stöcke und die Handschuhe, und der Traum der Dürntner war Realität: Nach dem Ostschweizer Meistertitel haben sie nun auch den neu eingeführten Titel des Schweizer Zweitliga-Meisters gewonnen.
527 Zuschauer verfolgten die Partie in Langnau mit, darunter viele mitgereiste Oberländer, die ihre Trommeln und Trompeten nicht ungenutzt liessen. Direkt hinter der Dürntner Spielerbank machten sie Stimmung. Von «60 Minuten Rambazamba» spricht Trainer Hosner, «man verstand manchmal sein eigenes Wort nicht mehr, aber die Fans trieben uns an – das half uns.» Und die Supporter verdienten sich nicht nur das Lob des Trainers, sondern auch den Applaus des Eismeisters, als sie nach geschlagener Schlacht zum Besen griffen und die Tribüne reinigten, ehe sie die Rückreise ins Oberland antraten.
So sah die Meisterfeier auf dem Ilfis-Eis in Langnau aus. (Video: Leroy Ryser)
Lange war sie, die Meisternacht, «ordentlich früh am Morgen» endete sie, wie sich Hosner ausdrückt – für manche in einer Bäckerei, als die Sonne schon aufgegangen war. «Wir geben der Zeitumstellung die Schuld», findet Hosner.

