Die Konstanz habe dem EHC Wetzikon gefehlt, er habe manchmal den Ehrgeiz vermissen lassen, einem Spiel den Stempel aufzudrücken, nun müsse ein Steigerungslauf her – und das Team müsse zeigen: «Bei uns gibt es nichts zu holen.» Die Aussagen von Trainer Roger Keller vor dem Start in die Playoffs waren klar und deutlich. Angekommen sind sie bei seinen Spielern offenbar nicht wirklich.
Ausgerechnet Gian-Andrea Thöny, der Ex-Wetziker und auffälligste Prättigauer, besiegelte knapp drei Minuten vor Schluss mit einem Solo und dem 3:1 den Wetziker Fehlstart. «Vielleicht wollten wir zuviel», sinnierte Keller nach dem Spiel. «Wir hatten keine Sicherheit und die Passqualität fehlte uns. Prättigau nutzte unsere Fehler aus.»
«Wir hatten keine Sicherheit und die Passqualität fehlte uns. Prättigau nutzte unsere Fehler aus.»
EHCW-Trainer Roger Keller
Den Wetzikern misslang der Start in die Partie komplett. Prättigau wirkte frischer, mental wie auch körperlich, stieg konsequent in die Zweikämpfe und erspielte sich ein frühes Chancenplus. Ehe er sichs versah, lag der EHCW in Rückstand – noch nicht einmal drei Minuten waren gespielt, als Kessler die Gäste in Führung schoss. «Wir vergassen ihn einfach, das darf nicht passieren, schon gar nicht in den Playoffs», ärgerte sich Keller.
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