«Ob wir aufsteigen wollen? Das fragst Du besser den Chef.» Remo Giovannini, der Torhüter des HC Sierre, mochte sich vor einer Woche nach der 1:2-Niederlage in Dübendorf nicht auf die Äste hinaus lassen. Man soll bekanntlich das Fell des Bären nicht verteilen bevor er erlegt ist.
Doch Giovanninis Zurückhaltung ist unbegründet: Dass Sierre aufsteigen will, ist seit Ende Dezember amtlich. Bis dann mussten die Klubs mit Swiss-League-Ambitionen ihre Dossiers einreichen. Getan haben das drei MSL-Teams: Valais Chablais, Basel – und eben Sierre.
Nur auf den ersten Blick eine Sensation
Der Walliser Traditionsklub überstrahlte in der diese Woche zu Ende gegangenen Qualifikation alles. 74 Punkte holte das Team von Dany Gelinas, das sind 13 mehr als der letztjährige Qualifikationssieger Sion (der nun Valais Chablais heisst). Mit der Konstanz der Siderser konnte kein anderes Team auch nur annähernd mithalten.
Auf den ersten Blick ist das Abschneiden von Sierre sensationell: Die Walliser kamen als Aufsteiger, der den nationalen Erstliga-Final gegen Wetzikon verloren hatte und die Promotion nur schaffte, weil der EHCW darauf verzichtete. Doch das Team, das in der MSL so brillierte, hat nicht mehr viel mit jener Equipe zu tun, die am Ostermontag letzten Jahres im Dübendorfer Chreis gegen Wetzikon nach Verlängerung verlor.

