Die Überschrift der Medienmitteilung klingt, als würden in der Vorweihnachtszeit Spenden für einen wohltätigten Zweck gesucht: «EHC Dübendorf lanciert Sammelaktion», steht da. Doch es geht nicht um ein Hilfswerk für Bedürftige, sondern um den Klub an sich.
Dass der EHCD Schulden zurückzahlen muss, ist nicht neu, seit 2013 baut er Altlasten ab und zahlt jährlich 25’000 Franken an die SFD AG, die Betreiberin der Dübendorfer Kunsteisbahn. 115’000 Franken davon sind noch offen. Nun aber ist die Schuld um 210’000 Franken auf 325’000 Franken angestiegen. Dies wegen «offenen Eismieten aus den vergangenen Saisons, die sich seit 2013 kontinuierlich aufsummiert haben», wie der Klub schreibt.
Grund dafür sei der Erfolg im Nachwuchs. In den letzten sechs Jahren sei die Anzahl der Nachwuchsspieler um über 50 auf rund 230 gestiegen, was zu mehr Teams, mehr Trainings, mehr Spielen, mehr Carfahrten führte. Allein die jährlichen Eiskosten seien dadurch um rund 100’000 Franken gestiegen.
Mit der Ehrenamtlichkeit an die Grenze gelangt
Doch weshalb blieb das beim EHCD lange unbemerkt? Vizepräsident Beat Gmünder sagt: «Wir stellten fest, dass das Konstrukt im Ehrenamt nicht mehr im nötigen Ausmass zu handhaben ist. Wir haben deshalb Dinge übersehen – diesen Vorwurf machen wir uns als Vorstand.» Bemerkt wurde der Missstand erst, als die SFD AG den Klub im Herbst offiziell fragte, wie er gedenke, den grossen Posten abzutragen. Zuvor gab es keinen Druck seitens der SFD, sondern laut Gmünder informelle Gespräche.

