Sie reden bei den Dürnten Vikings nicht um den heissen Brei herum. Im Saisonprogramm des Klubs sagt es jeder interviewte neue Spieler klipp und klar: Der Meistertitel soll her. Gunnar Hosner schwächt das nicht ab, im Gegenteil: «Der Wille, etwas zu erreichen, ist extrem gross», sagt er. Zwar hat das Gros der Mannschaft den Pokal schon in Händen gehalten – in den letzten beiden Saisons aber standen am Ende andere zuoberst.
Hosner ist neu anstelle von Claudio Petrini zusammen mit dem bisherigen Coach Christian Thiemeyer für das Team verantwortlich; die beiden teilen sich das Amt als Co-Trainer. Es ist eine von nur wenigen Änderungen im Team. Der Kader ist weitgehend derselbe geblieben. Ein Quartett hat den Klub verlassen; neu sind Torhüter Patrick Büsser (Wetzikon 2), der mit Fabian Ryffel als gleichberechtigter Goalie in die Saison starten wird, sowie die Stürmer Fabian Duss (Wetzikon 2) und Noah Allabauer (Lakers-Elite).
Beeinträchtigte Vorbereitung
Zeit, um sich zu finden, braucht das eingespielte Team keine. Insofern erachtet es Hosner nicht als Nachteil, dass in der Vorbereitung wegen Bauarbeiten an der Eishalle Bäretswil weniger Eistrainings stattfanden. Stattdessen gab es zwei Intensivwochen. Am guten Kitt bei den Vikings dürfte sich dadurch aber ebenso wenig verändert haben wie an ihrer Favoritenrolle.
Diese ist wohl gar noch etwas klarer geworden, nachdem sich mit Dürntens Finalbezwinger Rheintal die Übermannschaft der letzten Saison in die 1. Liga verabschiedet hat. Neu spielen die Vikings in der Gruppe 2, die Hosner stärker einschätzt als die Gruppe 1. «Dass wir schon in der Qualifikation auf Gegner wie Weinfelden, St. Moritz und Effretikon treffen, hilft uns in den Playoffs», glaubt Hosner.

