Vor einem Jahr war alles neu und vieles unbekannt. Eine neue Liga, andere Gegner, unklare Kräfteverhältnisse. Nun startet der EHC Dübendorf am Samstag mit dem Heimspiel gegen den EHC Chur in die zweite MSL-Saison. Und für die Glattaler ist die Ausgangslage diesmal wohl so klar wie für keinen anderen Klub. Denn der Meister weiss: Er wird der Gejagte sein. «Jeder möchte den Meister schlagen. Wir müssen Paroli bieten», formuliert Trainer Reto Stirnimann das Offensichtliche, «sie werden mit dem Messer zwischen den Zähnen kommen», sagt Captain Jann Falett.
«Sie werden mit dem Messer zwischen den Zähnen kommen.»
Captain Jann Falett
Nun ist es nicht so, dass es für den EHCD etwas völlig ungewohntes wäre, in einer Favoritenrolle zu sein – eigentlich war er das in den vergangenen Jahren immer, in der 1. Liga sowieso, aber auch im ersten MSL-Jahr galten die Dübendorfer zumindest als Mitfavoriten auf den Titel. Als aktueller Meister akzentuiert sich diese Rolle nun einfach noch – dass der EHCD damit umgehen kann, hat er bereits bewiesen.
Zu einer anderen Herangehensweise sieht man sich im EHCD jedenfalls nicht veranlasst. Wer erwartet, dass die Titelverteidigung als Ziel formuliert wird, sieht sich enttäuscht. Aus dem Klub heisst es wie immer, die Playoffs auf einem der ersten vier Ränge erreichen zu wollen – und sich zusätzlich im Cup wieder für die Hauptrunde zu qualifizieren.
Ambitionen im Wallis

