Er spielte in der ganzen Schweiz – und blieb doch immer Oberländer
Comeback als Trainer
Mario Casamento war Fussballprofi beim FC Zürich und den Young Boys. Nun steht er an der Seitenlinie – ausgerechnet beim FC Wald, dem Verein seines Geburtsorts.
Die meisten verbinden Mario Casamento mit Rüti. Dort ging er zur Schule, dort begann seine Fussballkarriere und dort arbeitet er heute als Filialleiter einer Regionalbank. Seine Wurzeln liegen allerdings in Wald. Geboren wurde der neue Trainer des FC Wald in der Gemeinde, in der er auch sein erstes Lebensjahr verbrachte, ehe die Familie nach Rüti zog. «Ich hatte damals kein Mitstimmrecht und musste halt mitgehen», sagt der 55-Jährige mit einem Schmunzeln.
Als er sich im Sommer seiner neuen Mannschaft vorstellte, machte er aus dieser Tatsache gleich einen kleinen Spass. «Hey, ich bin in Wald geboren», erzählte er den Spielern. Beim Verein und im Team sei das natürlich gut angekommen.
Der Fussball begleitet Casamento seit seiner Kindheit. Bereits als Teenager spielte der Sohn eines italienischen Vaters und einer slowenischen Mutter beim FC Rüti in der 2. Liga bei den Aktiven. Sein Trainer damals: Edi Braunschweiler. Bei einem 7:3-Sieg in Uster erzielte Casamento drei Tore und machte damit auch die Grasshoppers auf sich aufmerksam. Trainer Oldrich Svab und Sportchef Erich Vogel schauten sich den jungen Stürmer vor Ort an. Wenig später standen sie bei der Familie Casamento vor der Haustür. Seine Eltern legten Wert darauf, dass neben dem Fussball auch die berufliche Zukunft abgesichert war. Casamento absolvierte eine Lehre als Maschinenmonteur bei Baumann Federn in Ermenswil. «Ich habe schliesslich mit einer Note über 5 abgeschlossen», erinnert er sich.

