Im Schlussdrittel geht der EHCW ein
Die Siegserie des EHC Wetzikon ist zu Ende. Am Ursprung der Niederlage in Huttwil steht ein Missverständnis.
Nach vier Siegen in Serie hat der EHC Wetzikon die dritte Saisonniederlage hinnehmen müssen. Bei MHL-Leader Huttwil verloren die Wetziker 1:4. «Es war ein harter Match, aus dem wir viel lernen können», sagte EHCW-Trainer Cédric Hüsler. Sein Team habe gut mitgehalten und so gespielt, dass Punkte dringelegen wären. «Aber dafür müssen wir unsere Chancen besser nutzen.»
In einer intensiven Partie, die temporeich, aber unpräzis geführt war, wurde dem EHCW das Schlussdrittel zum Verhängnis. Zur zweiten Pause war beim Stand von 1:1 noch alles offen. Und als der EHCW nach knapp fünf Minuten im Schlussabschnitt ein Powerplay spielen konnte, schien das eine gute Gelegenheit für die Oberländer zu sein, erstmals in dieser Partie in Führung zu gehen. Doch dann das: Nach einem Huttwiler Befreiungsschlag produzierten EHCW-Verteidiger Severin Karrer und Torhüter Tim Meier ein Missverständnis. Der mitgelaufene Huttwiler Jan Andreas Weber luchste den beiden hinter dem Wetziker Tor die Scheibe ab und bedankte sich mit dem Shorthander (47.).
Zu einer Reaktion waren die Wetziker nicht fähig. Huttwil legte eine Schippe drauf und war nun klar die gefährliche Equipe. In der 55. Minute und nach einem weiteren ungenutzten Wetziker Powerplay erhöhte Fabian Haldimann nach einer Kombination auf 3:1. Und als Huttwils Topskorer Timo Braus 111 Sekunden vor Schluss für den vierten Treffer der Gastgeber sorgte, durchkreuzte er damit auch die Pläne der Wetziker, ihren Torhüter durch einen sechsten Feldspieler zu ersetzen.
Schon das 0:1 war ein Geschenk
Der Sieg der Huttwiler war nicht gestohlen, doch auch der EHCW hätte Möglichkeiten gehabt, für einen anderen Spielverlauf zu sorgen – beispielsweise, wenn er eine seiner guten Chancen im frühen ersten Powerplay genutzt hätte. Stattdessen aber hiess es wenig später 0:1. Nach einem Wetziker Puckverlust an der eigenen blauen Linie zog Janik Lanz alleine auf EHCW-Keeper Tim Meier los und liess sich die Chance nicht entgehen. «Gegen Topteams wie Huttwil können wir uns solche Fehler nicht leisten», sagte Trainer Hüsler.
Für den Ausgleich sorgte Ari Hochheuser im Mitteldrittel. Wenige Minuten, nachdem der EHCW eine Unterzahl überstanden hatte, erwischte der EHCW-Flügel den Huttwiler Torhüter Damian Stettler mit einem präzisen Schuss auf der Fanghandseite (32.). Es blieb das einsame Wetziker Highlight.
