Die Ineffizienz hält den EHCD nicht vom Siegen ab
Der EHC Dübendorf geht in Winterthur liederlich mit seinen Chancen um, gewinnt das offensiv geführte Duell aber trotzdem.
Der EHC Dübendorf feiert in der MHL-Partie auswärts in Winterthur den sechsten Sieg in Folge und stösst auf den zweiten Rang vor. Der insgesamt verdiente 4:1-Erfolg fiel letztlich um einen Treffer zu hoch aus. Winterthur verkaufte sich gut und bot offensives Eishockey. Für die Region ist es definitiv ein Mehrwert, dass das ehemalige Spitzenderby nun wieder im Angebot ist. Enttäuschend war im Vergleich zu früher nur der Zuschaueraufmarsch.
Den 543 Zuschauern wurde ein offensiv geführtes Startdrittel geboten. Mehrfach schnupperte der besser gestartete EHCD am Führungstreffer, musste sich aber bald mal an der eigenen Nase nehmen. Liam Sopa schoss die Hausherren auf der Fanghandseite von Dübendorf-Keeper Joel Messerli in Front und Dübendorf lag zum sechsten Mal im siebten Spiel zurück (13.).
Nach zwei unmittelbar folgenden, schadlos überstandenen Glattaler Unterzahlspielen hämmerte Sebastian Steiner den Puck an die Latte. Timo Brauchli traf unmittelbar vor der Sirene den Pfosten. Die Chancenverwertung des EHCD war die offensichtliche Baustelle.
Ein wegweisender Penalty
Erfrischend am Spielgeschehen war, dass beide Mannschaften die offensive Ausrichtung beibehielten. Der EHC Winterthur verstand es im zweiten Abschnitt dazu etwas besser, die Kreise der Glattaler einzuschränken und kam selbst vermehrt zu Abschlüssen. Der dennoch nicht unverdiente Ausgleich fiel in der 32. Minute, Noah Mazzaro bezwang den Winterthurer Goalie Janis Locher.
Eines blieb sich auch mit fortschreitendem Geschehen gleich: Dübendorf blieb auf den letzten drei Metern vor dem gegnerischen Tor ineffizient. Winterthur versteckte sich nicht. So drohte den Glattalern stets die neuerliche Rücklage. Dann traf der EHCD doch: mittels Penalty, verwertet von Devin Muller (48.).
Nun warf Winterthur alles in die Offensive, investierte viel, kam dem Ausgleich nahe. Doch die Glattaler Defensivarbeit war stabil und Messerli parierte mehrfach ruhig. Wenn sich eine Chance zum Gegenzug ergab, agierte der EHCD nun schnörkellos. Jari Allevi nutzte einen davon zum entscheidenden 3:1. Vier Sekunden vor dem Ende gelang Dominique Posch noch ein Treffer ins verlassene Tor.

