Beim EHC Wetzikon platzt der Knoten
Drei Spiele lang tat sich Wetzikon mit dem Toreschiessen schwer. In der vierten MHL-Runde aber zeigten die Wetziker gegen Winterthur ihre offensive Durchschlagskraft.
Lediglich viermal hatte der EHC Wetzikon in den ersten drei Meisterschaftsspielen getroffen. Am Mittwochabend übertraf er das bisherige Total nun in einer einzigen Partie gleich deutlich. Die Mannschaft von Trainer Cédric Hüsler löste ihre kleine offensive Blockade eindrücklich. Das auf diese Saison hin deutlich verstärkte Oberländer MHL-Team bezwang daheim den EHC Winterthur nach einem schwungvollen Auftritt verdient 7:2. Im Schlussabschnitt trafen die Wetziker gleich viermal.
Der EHCW legte die Basis zu seinem zweiten Erfolg der Saison im Startdrittel. Er legte von Beginn weg den Vorwärtsgang ein und riss das Spieldiktat an sich. Zwar verspielte er im Mitteldrittel zwischenzeitlich eine Zwei-Tore-Führung wieder. Noch vor der zweiten Pause korrigierte er dies jedoch und legte erneut vor.
Der aufgerückte Verteidiger Severin Karrer, der von einem Winterthurer Fehler profitierte, und kurz darauf Andreas Tschudi sorgten mit ihren schnellen Toren im Schlussdrittel dann früh für eine beruhigende Führung. Mit dem 5:2-Vorsprung im Rücken liessen die Wetziker nichts mehr anbrennen.
Turbulenzen im Mitteldrittel
Bis zur Spielmitte agierte der EHCW diszipliniert und blieb ohne einzige Strafe. Dann aber kassierte er innerhalb von knapp sieben Minuten gleich deren vier – und geriet dadurch in arge Schwierigkeiten. Vor allem aber brachte er sich um den Lohn seiner Arbeit. In weniger als einer Minute war der im ersten Drittel erarbeitete 2:0-Vorsprung wieder weg.
Kurz nach Spielmitte mussten die Wetziker in doppelter Unterzahl den ersten Gegentreffer hinnehmen. Der bis dahin sehr sicher agierende Goalie Tim Meier wehrte dabei einen Schuss nicht optimal ab. Die Scheibe fiel von seiner Schulter auf den Boden und kullerte über die Linie. Zusammen mit dem Puck landete auch noch der Wetziker Verteidiger Billy Hunziker im Tor, der mit der Hand versucht hatte, das Unheil zu verhindern. Lediglich 51 Sekunden später erzielten die Gäste, die im Startdrittel einige hochprozentige Chancen vergeben hatten, in einfacher Überzahl das 2:2.
Nun hätte das Spiel vollends kippen können, mussten die Oberländer doch kurz darauf erneut mit einem Mann weniger spielen. Doch nachdem ein Wetziker entwischt war und nur mit einem Foul gestoppt werden konnte, erhielt das Heimteam einen Penalty zugesprochen. Gregory Bedolla lief an – und erzielte mit einem präzisen Schuss das 3:2.
Bedolla brachte damit sein Team wieder in die Spur. Für den auf diese Saison vom EHC Arosa nach Wetzikon gewechselten Stürmer war es zugleich der zweite Torerfolg des Abends. Nach knapp acht Minuten hatte er einen Wetziker Konter mit einer feinen Finte zum Führungstreffer abgeschlossen.
