Audi spart: Wie sicher ist das Formel-1-Team in Hinwil?
Der ehemalige Sauber-Rennstall fährt seine erste Saison als Audi-Werksteam. Die Marke steht unter gewaltigem Spardruck. Was heisst das für ihr Engagement in Hinwil?
Warum leistet sich Audi trotz Spardruck ein Formel-1-Team?
Audi gehört zum VW-Konzern und ist schon seit Jahren unter Spardruck. Die Marke hat seit 2019 schon zwei Sparprogramme hinter sich und mehrere tausend Stellen abgebaut. Anfang September hat VW ein weiteres hartes Sparprogramm beschlossen: Weitere 50’000 Stellen sollen wegfallen, wie viele bei Audi, ist noch offen.
Wie passt es dazu, dass Audi sich gleichzeitig ein Formel-1-Team leistet? Diese Frage ist nicht neu. Das Engagement des deutschen Herstellers in der Formel 1 wurde mehrfach infrage gestellt, seit Audi 2022 ankündigte, das Hinwiler Sauber-Team zu übernehmen. Als der aktuelle CEO Gernot Döllner 2024 Audi übernahm, wurde von Medien gemutmasst, das Formel-1-Projekt stehe damit auf der Abschussliste.
Nun ist der Hinwiler Rennstall seit dieser Saison tatsächlich als Audi-Werksteam unterwegs. Und Döllner bekräftigte kürzlich mit Aussagen unter anderem in der «Süddeutschen Zeitung» und auf dem Fachportal motorsport-magazin.com, dass daran nicht gerüttelt wird. Das Projekt sei ganz zu Beginn und bei seinem Amtsantritt erneut sehr gründlich diskutiert worden. Den Plan von damals verfolge man weiter, «dem folgen wir unverändert».

