Den Weg zum Tor nicht gefunden
Oberländer Derby ohne Sieger
Die Zweitligisten Gossau und Wald trennten sich in einer Nachtragspartie torlos. Das entsprach ziemlich genau dem Gezeigten.
«Ein typisches 0:0-Spiel, in dem keinem der beiden Teams ein Lucky Punch gelang», fand auch FCG-Trainer Andreas Häsler, der «doch ein wenig enttäuscht» war von seiner Mannschaft. Vor allem im Angriff seien seine Spieler, von denen manche weit weg von ihrer Bestform agierten, viel zu wenig in Bewegung gewesen.
Abgesehen von zwei langen Bällen, mit denen das Heimteam die defensiv soliden Walder auf dem heimischen Kunstrasen wenigstens an den Rand der Verlegenheit brachte, hatte es bis zur Pause denn auch nur wenige helle Momente.
Einem Torerfolg noch am nächsten kam es, als ein Gossauer einen Querpass auf seinen einschussbereiten Kollegen zu überhastet spielte, sowie bei einer Strafraum-Intervention gegen Jari Fankhauser, die für Häsler «ein 100-prozentiger Penalty» war.
Die Gäste ihrerseits hatten lange Zeit mehr Spielanteile, waren aber im Angriff ebenso so wenig zwingend wie der Gegner.
Beide Teams zu harmlos
Im zweiten Abschnitt änderte sich nur wenig. Die Gossauer waren in dieser nun zwar leicht mehr im Ballbesitz und vor allem öfter in Strafraumnähe als der FCW; zu reellen Chancen kamen sie aber bis zum Schluss nicht.
Farbe in die mässig attraktive Begegnung brachte einzig der kanadische Schiedsrichter, der kleinlich pfiff und in der nicht allzu intensiven Partie fast jedes Foul mit einer gelben Karte quittierte. Den Waldern konnte das egal sein. Sie waren laut ihrem Coach Mario Casamento «nach Gossau gekommen, um nicht zu verlieren», und erreichten dieses Ziel einigermassen mühelos.

