Wetzikon fordert den Meister, bleibt aber erneut unbelohnt
Der EHC Wetzikon wartet weiter auf die ersten Punkte in der neuen MHL-Saison. Gegen Titelverteidiger Seewen hielten die Oberländer zwar gut mit, unterlagen am Ende aber 1:3.
Volles Risiko ging der EHC Wetzikon in der Schlussphase ein und wechselte bei einer Powerplay-Situation auch noch Torhüter Liam Deussen zugunsten eines sechsten Feldspielers aus.
Die Rechnung ging jedoch nicht auf: Nach einem Scheibenverlust erzielte Seewens Silvan Schönmann ins verwaiste Oberländer Gehäuse das vorentscheidende 3:1 (59.). Der EHCW wartet damit auch nach der zweiten MHL-Partie auf das erste Erfolgserlebnis.
Der amtierende Schweizer Meister war erwartungsgemäss erneut eine hohe Hürde. Seit dem Wiederaufstieg 2024 konnten die Wetziker gegen die Schwyzer noch nie gewinnen. In der Playoff-Viertelfinalserie der vergangenen Saison unterlag das Team von Cédric Hüsler 0:3.
Doch die Wetziker gehen nach einem Kaderumbruch auch mit höheren Erwartungen in die neue Meisterschaft. «Jetzt haben wir für die Offensive Spieler geholt, die letztes Jahr in der Swiss League 30 Punkte gemacht haben», sagte Headcoach Hüsler im Vorfeld.
Nur traf der EHCW beim ersten Heimspiel vor fast 400 Zuschauenden wie schon zum Auftakt gegen Langenthal (1:2) lediglich einmal. Severin Karrer nutzte in der 35. Minute einen Fehlpass der Seebner in deren eigener Zone eiskalt zum 1:1 aus.
EHCW-Neuzuzug im Pech
Dabei wäre ein Wetziker Erfolgserlebnis in der weitgehend ausgeglichenen Partie durchaus möglich gewesen. Zur unglücklichen Figur wurde auf Seiten des EHCW ausgerechnet Mika Burkhalter. Die Neuverpflichtung von Gegner Seewen musste im Verlauf des Spiels gleich zweimal auf die Strafbank. Nach seinem zweiten Vergehen gelang seinem Ex-Klub prompt in Überzahl das wegweisende 2:1. Dies, nachdem die Gäste in mehreren Überzahlsituationen zuvor wenig zustande gebracht hatten. Torschütze war Livio Langenegger, der eine Kombination trocken abschloss. Der Captain hatte sein Team bereits im Startdrittel mit dem 1:0 auf Kurs gebracht (8.).
Für den EHCW gilt derweil sich vor allem offensiv zu steigern. Die ideale Gelegenheit bietet sich am Samstag im nächsten Heimspiel gegen Thun. Etwas Inspiration kriegen die Spieler bereits vor der Startsirene. Der Ende Saison zurückgetretene Wetziker Rekordtorschütze Gian Andrea Thöny (182) wird dann nämlich auf dem Eis geehrt.
