Von Beginn an gefordert – doch Schlumpf bleibt cool
Lauf-Fest mit Wunschsiegerin
Der Greifenseelauf lockte so viele Teilnehmende an wie nie zuvor. Bei idealen Bedingungen gewann die Wetzikerin Fabienne Schlumpf wie schon im Vorjahr den Halbmarathon.
Beginnen wir mit einer Provokation: Glücklich war das Datum des Greifenseelaufs nicht. Zumindest nicht für Fabienne Schlumpf. Die Schweizer Rekordhalterin im Marathon, Halbmarathon und über die 3000 m Steeple befand sich nach dem (wenig begeisternden) Marathon an den Europameisterschaften in Birmingham (Gb) von Mitte August noch immer in der Regerationsphase. Entsprechend fühlte sich die 35-Jährige vor dem Start etwas unsicher. «Ich wollte das Ganze defensiv angehen», sagte sie mit Blick auf ihre Strategie.
Das Vorhaben aber glückte trotz Schlumpfs grosser Erfahrung kaum: «Es ging an der Frauen-Spitze sogleich zur Sache und ich fühlte mich sofort gefordert.» Dennoch fühlte sich das Laufen auf der geliebten Greifensee-Strecke toll an. «Ich hörte ständig meinen Namen, die Stimmung war grossartig, und die Zeit und die Kilometer verstrichen im Flug.»
Das ging lange sehr gut. Nachdem Schlumpf sich anfänglich hinter der Kenianerin Viterline Jeptoo positioniert hatte, übernahm sie nach Streckenhälfte die Führung. Und sie stellte bei sich fest: «Immer mehr war ich mit einem Lächeln im Gesicht unterwegs.» Der Greifenseelauf» entpuppte sich dennoch als Herausforderung: «Die letzten drei Kilometer musste ich beissen.»

