«Wenn einer damit nicht umgehen kann, ist er am falschen Platz»
EHC Dübendorf vor der neuen Saison
Hartes Training, hohe Ansprüche: Christian Weber ist zurück im EHC Dübendorf. Was ihn mit dem Klub verbindet, was er von seinem Team erwartet – und wohin er den EHCD führen will.
Die Rückkehr nach 43 Jahren: Nicht alles ist anders
19 Jahre alt war Christian Weber und brillierte im damaligen NLB-Team mit 56 Skorerpunkten in 37 Spielen, als er das Trikot mit dem EHCD-Logo 1983 letztmals trug. An seine über 43 Jahre zurückliegenden Anfänge im Klubs erinnert er sich noch gut. Der heute 62-Jährige hat beim Interviewtermin in der Garderobe im Dübendorfer «Chreis» einige Episoden aus alten Zeiten parat. «Ich habe noch Fotos von damals, als nur das D vorne auf dem Trikot war», sagt er und zeichnet den Buchstaben mit einer Handbewegung in die Luft.
Seither ist der Verein in Webers Augen «total anders geworden – nur schon von den Personen her». Und auch das Logo hat sich gleich mehrfach verändert. Was aber immer zur Klubphilosophie gehörte, schon bevor der EHCD Teil der Lions-Pyramide war: Eine solide Ausbildung im Nachwuchs. «Viele gute Spieler haben ihre ersten paar Jahre hier verbracht», sagt Weber und nennt als Beispiel Tim Berni, der schon NHL-Erfahrung gesammelt hat und nun eine Leaderfigur bei den ZSC Lions werden soll. Auch Weber ist ein Beispiel dafür – aber insofern ein atypisches, weil er zwar beim ZSC landete, aber erst nach einem Umweg über Davos. Das hatte auch mit seinen Eltern zu tun. Schon mit 16 lag ihm ein Angebot vom ZSC vor. «Von zu Hause aus hiess es: Das kommt gar nicht infrage. Du musst zuerst deine Lehre beenden.» Das tat er – und verliess dann Dübendorf Richtung HCD.

