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Oberländerinnen Fussballerinnen

Auf der ganzen Welt zu Hause

Vom Profialltag in Jena über die europäische Bühne in Rotterdam bis in den Titelkampf nach Brasilien: Sarah Frischknecht, Mia Schmid und Natascha Honegger erleben derzeit prägende Momente.

Auf der ganzen Welt zu Hause

Oberländer Fussballerinnen

Vom Profialltag in Jena über die europäische Bühne in Rotterdam bis in den Titelkampf nach Brasilien: Sarah Frischknecht, Mia Schmid und Natascha Honegger erleben derzeit prägende Momente.

Sarah Frischknecht: Der Sprung ins Profileben

Nicht jede Auslandkarriere beginnt auf grosser Bühne. Während die Aufmerksamkeit oft den bekannten Schweizer Nationalspielerinnen gilt, erarbeitete sich Sarah Frischknecht ausserhalb des Rampenlichts ihren Weg nach oben. Mit dem Wechsel zu Carl Zeiss Jena hat die Seegräbnerin diesen Sommer den Sprung ins Ausland gewagt. Erstmals in ihrem Leben wohnt die 22-Jährige nicht mehr bei ihren Eltern und kann sich voll auf den Sport konzentrieren. Frischknecht konnte in eine vom Verein zur Verfügung gestellten Wohnung ziehen und geniesst den neuen Alltag. Statt wie zuvor beim FC Rapperswil-Jona nach der Arbeit hastig in den Zug Richtung Training zu steigen, steht nun Regeneration auf dem Programm. «Der Erholungsfaktor ist viel besser», sagt die Oberländerin, die zuvor neben dem Fussball als Informatikerin tätig war. Auch mit ihrer neuen Heimat hat sie sich bereits angefreundet. Jena sei «so etwas zwischen Uster und Zürich» mit vielen Studierenden und einer angenehmen Grösse.

Der Transfer nach Deutschland kommt nicht von ungefähr. Nach den Anfängen beim FC Wetzikon spielte sie in sämtlichen Nachwuchsstufen des FC Zürich und gehörte dort dem U21-Team an. Über vier Jahre entwickelte sie sich danach bei Rapperswil-Jona in der Women’s Super League zur Stammspielerin und sogar zum Captain. Im Verlauf der letzten Saison verspürte sie jedoch den Wunsch nach einem Tapetenwechsel und mehr Lebenserfahrung. Diesen fand sie in Jena, wo sie Teil eines nach dem Abstieg aus der Bundesliga neu zusammengestellten Teams ist. Die Thüringerinnen sind mit drei Siegen aus vier Spielen gut in die Meisterschaft gestartet. Frischknecht sammelte bereits erste Einsatzminuten und kam bislang zweimal zum Zug. Zuletzt wurde sie beim Sieg über Turbine Potsdam eingewechselt. Während sie bei Rapperswil meist die Fäden im zentralen Mittelfeld zog, ist sie in Jena vorerst als linke Verteidigerin eingeplant. Für die vielseitig einsetzbare Frischknecht ist das allerdings nichts Neues. Nebst im Mittelfeld kam sie in ihrer Karriere immer wieder auch in der Defensive zum Einsatz. Ihr Ziel ist ohnehin nicht ein Schnellstart, sondern die eigene Weiterentwicklung. Dafür will sie sich bewusst Zeit geben.

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