Sie gehen eigene Wege, bleiben aber eng verbunden
Obwohl sie selten am gleichen Ort sind, wissen die Schwestern Lara und Annika Liehner meist genau, was die andere beschäftigt. Konkurrenzgedanken sind den zwei Oberländer Spitzensportlerinnen dabei fern.
Bis Annika und Lara Liehner für diese Geschichte am selben Tisch sitzen, braucht es Geduld. Nicht weil sie kompliziert sind. Im Gegenteil, wie die Schwestern beim improvisierten Fotoshooting nach dem Gespräch zeigen. Die Radsportlerinnen kamen in den vergangenen Monaten weit in Europa herum.
Annika Liehner (23) bestritt Strassenrennen in einem halben Dutzend Länder. Lara (20) startete in fünf Ländern im U23-Mountainbike-Weltcup. Nur selten waren die Liehners zur selben Zeit im Oberland. Seit Annika in Rüti lebt, laufen sich die Geschwister nicht mehr sowieso bei den Eltern in Ottikon bei Gossau über den Weg.
Der Kontakt bleibt dennoch unverändert eng. Annika und Lara schreiben sich, schicken einander Sprachnachrichten und tauschen sich per Videotelefonie aus. Lässt es der Rennkalender zu, trainieren sie an Sonntagen gerne im Zürcher Oberland zusammen. Häufig ist auch der Vater dabei, der einst Strassen- und Bahnrennen fuhr.
Hält er das Tempo der schnellen Töchter mit? Die zwei schauen sich lachend an. «Wir sagen jetzt ja», übernimmt Lara das Antworten.

