Die Vision nie aus den Augen verloren
Die Wetziker Siebenkämpferin Anna Pfister hat mit Bronze an der U20-WM für eine Sensation gesorgt. Aussergewöhnlich zudem: ihr Umgang mit Rückschlägen und einer Autoimmunkrankheit.
Der Alltag hat Anna Pfister längst wieder eingeholt. Die Konzentration der 19-Jährigen gilt der Gegenwart und dem Kommenden. «Diese WM-Bronzemedaille und meine neue Höchstpunktzahl waren ein wichtiger Schritt, aber jetzt fängts erst an», sagt die Wetzikerin.
In dieser Saison verfolgt sie weitere Ziele. So will sie an den Schweizer Einzel-Meisterschaften der U20 Anfang September die gleichaltrigen Spezialistinnen «kitzeln» und ihnen Medaillen wegschnappen. So fährt sie neben ihrer Teilzeitstelle als Customer Service Supporterin fast täglich ins Training auf der Zürcher Sihlhölzli-Anlage.
An den Coup von Eugene (USA) von Anfang August und die Siebenkampf-Bronzemedaille erinnert sie sich täglich. Dieser glückte «trotz nicht einfacher Vorbereitung».
Rückenbeschwerden hatten nämlich einen üblichen, gradlinigen Aufbau verhindert. In der WM-Vorbereitung setzten Pfister und ihr Coach Manuel Evangelista in der Mehrkampf-Gruppe des TV Unterstrass in Zürich deshalb auf individualisierte Einzel-Einheiten, eine angepasste Belastungssteuerung und viel Geduld. So fühlte sie sich an der U20-WM auch so bereit.

