Sie hat den Motor für die langen Distanzen
Paris als Standortbestimmung
Vanna Djakovic reist mit Schweizer Rekorden und gewachsenem Selbstvertrauen an die EM. Dort wird die Schwimmerin des SC Uster sehen, wie nah sie der europäischen Spitze bereits gekommen ist.
Früh aufstehen, trainieren, essen, schlafen, trainieren. Der Alltag von Vanna Djakovic ist ganz auf den Schwimmsport ausgerichtet. Rund fünf Stunden verbringt die Athletin des SC Uster täglich im Wasser. Auch der Schlaf gehört für sie zur Vorbereitung. «Wenn ich nicht auf meine acht bis neun Stunden komme, merke ich das im nächsten Training sofort», sagt sie beim Treffen in der Cafeteria des Hallenbads Buchholz. Dort wirkt sie entspannt. Dabei steht mit der Europameisterschaft in Paris Anfang August die nächste wichtige Bewährungsprobe bevor – auch mit Blick auf die Olympischen Spiele 2028 in Los Angeles.
Damit die Form einen Höhepunkt erreicht, sind die Umfänge im Training zuletzt etwas zurückgegangen. Weniger Schwimmkilometer bedeuten jedoch nicht weniger Belastung. «Die Intensität bleibt hoch», sagt Djakovic. «Aber ich bin gut drauf.»
Der Optimismus kommt nicht von ungefähr. Bereits an ihrer ersten Langbahn-EM auf Elite-Stufe vor zwei Jahren sorgte die Ustermerin für ein Ausrufezeichen. Über 400 Meter Freistil schwamm sie in Belgrad überraschend in den Final und klassierte sich dort als Sechste. «Diese EM hat mich richtig gepusht», sagt die heute 20-Jährige.

